Bedrohung durch Nordkorea: Japan rüstet sich gegen Nordkorea
Baku, 19. Dezember, AZERTAC
Die Nordkoreakrise spitzt sich immer mehr zu. Wegen der Bedrohung durch Nordkorea will Japan seine Raketenabwehr weiter ausbauen. Die Regierung beschloss am Dienstag, zwei auf dem Land installierte Systeme für Abfangraketen anzuschaffen.
Bisher verfügt Japan über eine zweistufige Raketenabwehr: Eine erste Verteidigungslinie basiert auf der auf Aegis-Zerstörern installierten Standard Missile-3 (SM-3). Eine zweite ist das Patriot Advanced Capability (PAC-3) auf dem Land. Die nun auf dem Land zu installierenden Aegis-Systeme sollen 2023 bereitstehen. Sie könnten das ganze Inselreich abdecken, meldeten Medien.
Ein System zur Raketenabwehr soll in der Provinz Akita im Nordosten aufgebaut werden, das andere in der Westprovinz Yamaguchi. Die Technologie stammt aus den USA.
Ende November hatte Nordkorea eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 gestartet, der Test war international scharf kritisiert worden. Das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen, teilte Pjöngjang anschließend mit.
Daraufhin hatten die USA mit Südkorea und Japan gemeinsam Militärmanöver abgehalten. Kürzlich testeten sie gemeinsam in den Gewässern zwischen Japan und koreanischer Halbinsel die Abwehr ballistischer Raketen.
Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe unterstützt die Politik von Präsident Donald Trump gegenüber Nordkorea, wonach weiter "alle Optionen" auf dem Tisch seien, einschließlich eines militärischen Vorgehens. Beide wollen den Druck auf Nordkorea erhöhen. Abe will hierzu die Sicherheitskooperation ausbauen und Japans Militär mehr Verteidigungsausrüstung aus den USA verschaffen. Hierzu wird der Militärhaushalt seit Jahren aufgestockt.