Blackberry-Hersteller gibt sich im Kampf mit Apple geschlagen
Baku, den 30. März (AZERTAG). Der Blackberry-Hersteller RIM zieht sich weitgehend aus dem Privatkundengeschäft zurück - und konzentriert sich nun wieder ganz auf das Firmenbusiness. Der deutsche Chef Heins hofft nach einem schlechten Quartal auf die Wende.
Die Ankündigung des neuen, deutschen RIM-Chefs war vollmundig: „Es wird kein Quartal geben, in dem wir Verluste machen“, hatte Thorsten Heins im Januar kurz nach seinem Wechsel auf den Chefposten des kanadischen Blackberry-Herstellers gesagt. Am Donnerstagabend musste das Unternehmen dann aber doch wieder miese Zahlen vermelden. Im vierten Quartal verbuchte der Konzern einen Verlust von 125 Millionen Dollar. Der Umsatz ging um 25 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar zurück.
Umsatz und Ergebnis fielen schlechter aus als am Markt erwartet. Die Aktie wurde nachbörslich zunächst vom Handel ausgesetzt und rauschte dann nach unten. Nach wenigen Minuten lag das Minus bei knapp acht Prozent, dann erholte sich der Kurs wieder bis auf einen Abschlag von rund zwei Prozent.
Der ehemalige Siemens-Manager Heins kündigte einen Strategiewechsel für RIM an. Der Konzern zieht sich nun weitgehend aus dem Privatkundengeschäft zurück. „Wir planen, unseren Fokus wieder auf das Geschäft mit Geschäftskunden zu legen, um dort von unserer Führungsposition zu profitieren“, sagte Heins. Das Unternehmen könne keinen Erfolg haben, „wenn wir versuchen, jedermanns Liebling zu sein und allen Alles zu geben“.
Die Versuche von RIM, auf dem Privatkundenmarkt Fuß zu fassen, scheiterten vor allem an der Beliebtheit der Smartphones von Apple und anderen Herstellern, die auf das Google-Betriebssystem Android setzen. Bei Geschäftskunden sind die Blackberry-Geräte dagegen weiterhin beliebt.