China baut seine Militärstützpunkte im Südchinesischen Meer aus
Baku, 15. Dezember, AZERTAC
China hat offenbar seit Beginn dieses Jahres seine Militärstützpunkte im Südchinesischen Meer weiter ausgebaut. Das sollen neue Satellitenaufnahmen zeigen, die die Asia Maritime Transparency Initiative (Amti) in Washington veröffentlichte. Auf den Bildern sind laut der Organisation neue Flugzeughangar, unterirdische Lager, Radaranlagen und andere Einrichtungen zu erkennen.
28 Hektar seien in diesem Jahr auf den Spratly- und Paracel-Inseln mit zusätzlicher Infrastruktur bebaut worden, heißt es von Amti. Am meisten sei auf dem Fiery Cross Reef gebaut worden, einem Atoll der Spratly-Inseln. Dort wurden den Angaben zufolge unter anderem größere Hanger fertiggestellt und im Süden ein unterirdisches Lager, das sehr wahrscheinlich für Munition gedacht sei.
Im Gebiet der von mehreren asiatischen Ländern beanspruchten Spratlys lässt die chinesische Regierung schon seit Längerem künstliche Inseln aufschütten, um Hafenanlagen und Flugplätze zu bauen. Die USA werfen Peking vor, auf den auf Korallenriffen entstehenden Inseln vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen.
Das Südchinesische Meer gehört zum Pazifischen Ozean und liegt südlich von China zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen. China beansprucht 80 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen rohstoffreichen Gebietes, durch das auch ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs geht. Handelswaren im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar werden jährlich durch das Südchinesische Meer verschifft.
Im November hatten sich Peking sowie die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean) auf die Aufnahme von Verhandlungen geeinigt, um zu einer friedlichen Beilegung des seit Jahren andauernden Streits zu kommen.