China: Mindestens zehn Tote bei Hochhausbrand
Baku, 1. Dezember, AZERTAC
Bei einem Hochhausbrand in China sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie die staatliche Volkszeitung berichtete, war das Feuer am frühen Morgen im 38. Stock des Gebäudes in der ostchinesischen Hafenstadt Tianjin ausgebrochen. Die Feuerwehr brauchte nach eigenen Angaben rund drei Stunden, um das Feuer zu löschen.
Der Grund für den Brand sei unklar. Eine Person sei im Zuge der Ermittlungen festgenommen worden.
Brände in Hochhäusern sind ein Grund dafür, dass in China immer wieder Wanderarbeiter gezwungen werden, ihre Wohnungen zu verlassen. Derzeit sorgt eine neue Vertreibung von Zehntausenden Wanderarbeitern für kontroverse Diskussionen in dem Land.
Der Bürgermeister von Daxing trat zurück - Auslöser ist eine 40-tägige Sicherheitskampagne, die nach einem Feuer mit 19 Toten Mitte des Monats im Außenbezirk Daxing gestartet worden war und Brandgefahren aufdecken und beseitigen soll. Im Zuge der Aktion mussten an mehr als 100 Orten der Stadt Wanderarbeiter zwangsweise ihre einfachen, billigen Unterkünfte verlassen. Als unsicher eingestufte Wohnungen und Arbeitsstätten wurden teilweise abgerissen.
Der Bürgermeister von Daxing trat zurück, nachdem sein Stellvertreter und zehn andere hohe Funktionäre wegen mangelnder Aufsicht und ihrer Verantwortung für das Feuer in einem Wohnblock für Wanderarbeiter vom Dienst suspendiert worden waren, wie Zeitungen berichteten.
Die Vertreibung der Wanderarbeiter bei winterlichen Temperaturen löste einen öffentlichen Aufschrei aus, sodass selbst Parteichef Cai Qi in Staatsmedien zitiert wurde, die Behörden hätten den Bewohnern mehr Zeit zur Umsiedlung geben sollen. Auch sollten die Inspektionen der Brandgefahren ordentlicher durchgeführt werden.
Nach offiziellen Angaben gibt es 282 Millionen Wanderarbeiter. Sie stammen meist aus dem ländlichen Raum und ziehen auf der Suche nach Jobs durch das Land.