Daimler und Renault-Nissan bauen gemeinsam Motoren
Baku, den 9. Januar (AZERTAG). Daimler und die Renault-Nissan-Allianz vertiefen ihre strategische Partnerschaft. Die Autobauer wollen ab 2014 in Nordamerika gemeinsam Motoren für ihre Nobelmarken bauen. Für Mercedes-Benz ist es die erste Motoren-Produktion in den USA.
Der Autobauer Daimler und die Allianz aus Renault und Nissan treiben ihre Zusammenarbeit voran. Ab 2014 werden sie in Nordamerika gemeinsam Vierzylinder-Benzinmotoren von Mercedes-Benz produzieren, teilten die beiden Unternehmen am Sonntag mit. Gebaut werden die Motoren im Nissan-Werk in Tennessee. Das Werk werde eine Produktionskapazität von 250.000 Motoren pro Jahr haben.
Die Motoren sollen unter anderem in der C-Klasse sowie in Modellen der Nissan-Premiummarke Infiniti zum Einsatz kommen. Daimler hatte sich entschieden, ab 2014 die C-Klasse teilweise in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama zu produzieren. Die Motoren sollen dann aus dem rund 330 Kilometer entfernten Nissan-Werk in Decherd kommen. Bislang produziert Mercedes-Benz keine Motoren in den USA. Der wichtige US-Automarkt hatte im vergangenen Jahr deutlich angezogen, auch für dieses Jahr wird ein Wachstum erwartet.
Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, mit der strategischen Erweiterung der Kooperation mit Renault-Nissan könne der Stuttgarter Autobauer eine marktnahe Motorenfertigung in Nordamerika „wirtschaftlich attraktiv darstellen“. Der Chef der Allianz aus Renault und Nissan , Carlos Ghosn, sprach von einem „Meilenstein“ der Zusammenarbeit mit Daimler und bezeichnete das Projekt als wichtigstes außerhalb Europas. „Lokale Fertigungskapazitäten verringern das Risiko von Wechselkursschwankungen und ermöglichen gleichzeitig eine schnelle, positive Geschäftsentwicklung in Nordamerika“, sagte Ghosn.
Zetsche und Ghosn hatten im vergangenen Sommer einen Ausbau ihrer Kooperation angekündigt. Daimler und Renault-Nissan hatten ihre Zusammenarbeit 2010 begonnen. Dazu gehört auch, dass die Allianz aus Renault und Nissan einen Anteil von 3,1 Prozent an Daimler hält, Daimler wiederum einen Anteil von 3,1 Prozent an Renault und 3,1 Prozent an Nissan. Im Zuge der Kooperation beliefern sich die Autokonzerne etwa gegenseitig mit Antrieben und Antriebskomponenten. Auch bei Elektroautos gibt es eine Zusammenarbeit.