Erdbeben der Stärke 6,6 erschüttert japanische Inselkette
Baku, 5. Oktober, AZERTAC
Japan gilt als eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt, nun hat ein Erdbeben der Stärke 6,6 die südlich von Tokio gelegene Inselkette Izu erschüttert. Berichte über mögliche Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Bewohner waren zwischenzeitlich aufgefordert, sich von der Küste zu entfernen.
Zunächst hatte die Meteorologische Behörde auch vor einer ein Meter hohen Tsunami-Welle gewarnt. Wenige Stunden nach dem Erdstoß hob sie die Warnung wieder auf. Zuvor war an der Küste der Vulkaninsel Hachijo-jima eine nur 30 Zentimeter hohe Flutwelle beobachtet worden. Das Beben am späten Vormittag (Ortszeit) ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern im Pazifischen Ozean in der Nähe der unbewohnten Insel Torishima am südlichen Ende der Inselkette. Sie liegt etwa 580 km südlich der Hauptstadt Tokio.
Erster Schnee fünf Tage später als im Vorjahr - Zeitgleich mit dem Erdbeben ist der Winter über Japans heiligem Berg Fuji eingebrochen. Der staatliche Fernsehsender NHK verbreitete die Nachricht vom “hatsukansetsu“, der “ersten Schneekrone“ der Saison auf dem mit 3776 Metern höchsten Berg des Landes. Die Bekanntgabe des ersten offiziellen Schneetages, über den alljährlich Japans Medien groß berichten, erfolgte fünf Tage später als im Vorjahr und drei Tage später als in einem durchschnittlichen Jahr, wie die lokale Wetterbehörde erläuterte.
Angaben des Observatoriums zufolge wurde der Schneefall durch Wolken verursacht, die aufgrund eines Tiefdruckgebiets über Japans höchstem Gipfel schwebten. Der Fuji oder auch Fuji-san ist seit 2013 ein Teil des Weltkulturerbes. Er gehört zu den beliebtesten Touristenzielen in Japan. Während der nur zwei Monate dauernden Klettersaison von Anfang Juli bis Anfang September steigen täglich Tausende die Hänge empor.
Durch den alljährlichen Massenandrang kommt es an dem Berg jedoch zu Müllbergen, überquellenden Abwässern und überfüllten Parkplätzen. Um den Besucherandrang besser zu kontrollieren und die Umweltprobleme zu entschärfen, setzt sich der Gouverneur von Yamanashi für den Bau einer Art Straßenbahn bis zur fünften Station auf dem Fuji-san ein. Der erste offizielle Schneetag auf dem Vulkan wird von der Behörde in der Stadt Kofu in der Präfektur Yamanashi schon seit dem Jahr 1894 amtlich festgelegt.