Experte: USA sehen Aserbaidschan zunehmend im Zentrum der eurasischen Entwicklungen
Baku, 23. Juni, AZERTAC
Im Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur AZERTAC erklärte der Nicht-Resident Research Fellow des Topchubashov Center, Joseph Shumunov, dass die US-Regierung unter Präsident Trump Aserbaidschan zunehmend als zentralen Akteur für Konnektivität, Energiepolitik und Diplomatie in Eurasien wahrnehme.
Shumunov betonte zudem, Aserbaidschan habe sich zu einem wichtigen Energieexporteur und Transitknotenpunkt im sogenannten Mittleren Korridor entwickelt und spiele damit eine Schlüsselrolle in regionalen und internationalen Transport- und Handelswegen.
Zudem hob der Experte hervor, dass die Beziehungen zwischen den USA und Aserbaidschan unter der aktuellen US-Administration enger geworden seien, insbesondere im Zusammenhang mit regionalen Friedensinitiativen, Energiekooperationen und strategischen Infrastrukturprojekten.
Auch die Rolle Aserbaidschans im Friedensprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan sei ein wichtiger Faktor für die Vertiefung der bilateralen Beziehungen, so Shumunov weiter.
Die Entwicklung zeige insgesamt, dass Washington Aserbaidschan zunehmend nicht mehr als peripheren Staat, sondern als strategisch wichtigen Akteur im eurasischen Raum betrachte.