Facebook schluckt potentiellen Rivalen für eine Milliarde Dollar
Baku, den 10. April (AZERTAG). Kurz vor dem Mega-Börsengang macht Facebook Schlagzeilen mit einer spektakulären Übernahme. Der Web-Konzern schluckt den Fotodienst Instagram - für eine Milliarde Dollar. Das Start-up hat zwar nur ein Dutzend Mitarbeiter und erwirtschaftet kaum Umsatz. Dennoch feiern Beobachter den Deal.
Viele Nutzer, aber wenig Umsatz. Was lange Zeit für Facebook galt, gilt auch für den größten Zukauf des Web-Konzerns. Der Fotodienst Instagram hat zwar nur rund ein Dutzend Mitarbeiter, aber inzwischen schon etwa 30 Millionen User weltweit. Und Insidern zufolge hätte sich der App-Entwickler zu einem echten Rivalen für Facebook entwickeln können.
Dem kommt Firmenchef Mark Zuckerberg nun zuvor. Für eine Milliarde Dollar kauft er Instagram. Trotz der ansteigenden Bewertungen für Start-ups im Silicon Valley überraschte Beobachter der Preis für ein Unternehmen ohne nennenswerten Umsatz. Der Facebook-Chef zeigte sich dennoch überzeugt von dem Deal. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für Facebook, weil es das erste Mal überhaupt ist, dass wir ein Produkt beziehungsweise ein Unternehmen mit so vielen Nutzern übernommen haben“, schrieb Zuckerberg auf seiner Facebook-Seite.
Experten vermuten, dass Facebook mit dem Deal einen möglichen Rivalen einfangen hat oder zumindest verhindern will, dass die Firma Konkurrenten wie Twitter oder Google in die Hände fällt. Instagram wäre auch für diese Firmen äußerst wertvoll, sagte Lou Kerner, Gründer des Social Internet Fund. Daher sei der Schritt von Facebook sowohl defensiv als auch offensiv. Mit dem Kauf von Instagram habe Facebook nicht nur einen potentiellen Konkurrenten aus dem Weg geräumt, sondern sich auch eine Technologie „mit wahnsinniger Zugkraft“ verschafft, sagte Michael Pachter, Analyst beim Finanzdienstleister Wedbush.