Facebook will spätestens im Mai an die Börse
Baku, den 29. März (AZERTAG). Die Pläne von Facebook werden konkreter. Zeitungsberichten zufolge will das soziale Netzwerk spätestens im Mai erste Aktien ausgeben, der genaue Termin hängt von der Finanzaufsicht SEC ab. Der größte Börsengang aller Zeiten in der Internetbranche steht damit unmittelbar bevor.
Die Spannung im Silicon Valley steigt. Laut „Wall Street Journal“ strebt Facebook seinen Börsengang noch im Mai an. Das Online-Netzwerk führe schon Gesprächen mit der Börsenaufsicht SEC und wolle seinen Börsenprospekt mindestens einmal aktualisieren, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs hänge von der SEC ab.
Das gemeinhin gut informierte IT-Blog „Venture Beat“ berichtet Ähnliches. Demach könnte Facebook seine Aktien bestenfalls sogar schon Ende April plazieren. Kommende Woche wolle das Unternehmen die sogenannte Roadshow starten, bei der die Aktien Investoren vorgestellt werden.
Facebook hatte den Börsengang Anfang Februar angekündigt. Auf dem Parkett sollen nach aktuellen Plänen fünf Milliarden Dollar eingenommen werden. Experten erwarten, dass es auch bis zu zehn Milliarden Dollar werden können. So oder so wäre es der bislang größte Börsengang eines Internet-Unternehmens. Der Börsenwert von Facebook wird auf bis zu 100 Milliarden Dollar geschätzt. Das wäre so viel wie der Wert von Siemens , RWE , ThyssenKrupp und der Lufthansa zusammen.
Die astronomische Facebook-Bewertung ist vor allem eins: eine Wette auf die Zukunft. Investoren spekulieren, dass das Unternehmen bald eine Multimilliarden-Dollar-Idee findet - oder mit den zuletzt angestoßenen Neuerungen bereits gefunden hat. Preistreiber ist die Hoffnung auf ein Geschäftsmodell, das rasantes Wachstum nicht nur bei den Nutzerzahlen ermöglicht, sondern auch bei Umsatz und Gewinn. Google hat vorgemacht, dass das durchaus funktionieren kann.
Facebook ist heute in einer ähnlichen Ausgangsposition wie einst Google. Mehr als 800 Millionen Nutzer haben sich in dem sozialen Netzwerk angemeldet, viele von ihnen geben dort immer intimere Daten preis. Facebook hat schon die Reichweite, jetzt muss es nur noch den Milliarden-Dollar-Knopf finden und drauf drücken.