FIFA-Präsident Infantino: "Kein Spiel ist es wert, Leben zu riskieren"
Baku, 11. April, AZERTAC
Die Vereine scharren mit den Hufen, die Ligen beraten intensiv über einen "Restart" - aber ausgerechnet Gianni Infantino geht das alles viel zu schnell. "Kein Spiel, kein Wettbewerb, keine Liga ist es wert, auch nur ein einziges Menschenleben zu riskieren", warnte der FIFA-Präsident, der selbst doch eigentlich nie genug Fußball haben kann. In der weltweiten Coronakrise gibt sich Infantino aber wieder mal als gutes Gewissen der Szene.
Deshalb teilte der Chef des Weltverbands zu Ostern seine Sicht auf die Dinge per Videobotschaft den 211 Mitgliedsverbänden und den Mitgliedern des FIFA-Rates mit. Die durchaus überraschende Quintessenz: "Es wäre mehr als unverantwortlich, die Fortsetzung von Wettbewerben zu forcieren, wenn die Situation nicht hundertprozentig sicher ist."
Es ist besser, etwas länger zu warten, als irgendwelche Risiken einzugehen"
Dabei sind Infantino und sein Verband nicht gerade bekannt dafür, aus Rücksicht vor anderen die Füße stillzuhalten. In diesen herausfordernden Zeiten mahnte der 50-Jährige jedoch genau das an - auch wenn die Corona-Pandemie und ihre Folgen die Verbände, Ligen und Vereine vor allem wirtschaftlich vor unvorhersehbare Schwierigkeiten stellen wird. "Wenn es nötig ist, etwas länger zu warten, dann müssen wir dies eben tun. Es ist besser, etwas länger zu warten, als irgendwelche Risiken einzugehen", sagte Infantino.