Frankreichs Präsident will an Chinas “neuer Seidenstraße“ kräftig mitbauen
Baku, 8. Januar, AZERTAC
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für eine engere Zusammenarbeit Europas mit China ausgesprochen. Zum Auftakt seines ersten Besuches in China nannte Macron am Montag in einer Rede in Xi'an in Westchina besonders den Klimaschutz und die chinesische Initiative für den Bau einer “neuen Seidenstraße“ mit Handelskorridoren nach Europa. Als erste Station seines dreitägigen Besuchs hatte sich Macron bewusst die alte Kaiserstadt ausgesucht, die einst Ausgangspunkt der antiken “Seidenstraße“ war.
Am Nachmittag traf Macron in Peking ein, wo ein privates Abendessen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping und den Ehefrauen auf dem Programm stand. Die Krise um Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm, die angespannte Lage im Iran sowie die bilaterale Wirtschaftskooperation stehen im Mittelpunkt seines Staatsbesuches, der am Dienstag im formellen Rahmen fortgesetzt wird. Es wurde erwartet, dass zahlreiche Wirtschaftsabkommen unterzeichnet werden, darunter auch über die Lieferung von Airbus-Flugzeugen.
Angesichts des großen Defizits im Handel mit China, das für rund 30 Milliarden Euro mehr nach Frankreich exportiert, als dieses nach China liefert, wollte sich Macron in Peking auch für mehr Marktzugang und einen Abbau der Handelsungleichgewichte einsetzen.
In der Nordkorea-Krise hofft Macron auf die Wirkung der Sanktionen. “Ich erwarte viel von dem unerlässlichen Druck, den China auf Nordkorea ausüben kann, um es zu einem Kurswechsel zu ermutigen“, sagte Macron in einem Interview, das die offizielle Webseite china.org zum Besuchsauftakt in Xi'an veröffentlichte, wo Macron mit seiner Frau Brigitte auch die Terrakotta-Soldaten besuchte.