Geheimnis des achteckigen Mausoleums: Was verbindet Shohizinda-Ensemble mit Aserbaidschan?
Samarkand, 21. August, AZERTAC
Im Rahmen des Besuchs aserbaidschanischer Medienvertreter in Usbekistan besuchten Journalisten am 20. August das Shohizinda-Ensemble. Die gut erhaltenen Bauwerke befinden sich im nordöstlichen Teil der Stadt Samarkand am Hang des Tells von Afrasiab. Das gesamte Ensemble wird in drei Baugruppen eingeteilt. Die unteren, mittleren und oberen Gebäude sind miteinander durch vier Bogengänge verbunden.
Der aus elf Mausoleen bestehende Komplex zählt zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Anlage entstand über mehrere Jahrhunderte und vereint Bauwerke aus dem 11. bis 19. Jahrhundert, wobei die meisten erhaltenen Gebäude aus der Timuridenzeit stammen.
Besondere Aufmerksamkeit erregten die architektonischen Parallelen zu Aserbaidschan. Vor allem die achteckige Form einiger mittelalterlicher Mausoleen findet sich auch in der historischen Architektur Aserbaidschans und Westirans. Die kunstvollen Verzierungen des Komplexes zeugen von der engen Verbindung verschiedener Kunst- und Architekturschulen des mittelalterlichen Orients.
Die Schahizinda gilt heute nicht nur als Wahrzeichen Samarkands, sondern auch als sichtbares Zeugnis der jahrhundertelangen kulturellen Verbindungen zwischen den Völkern der Region. Für Usbekistan und Aserbaidschan besitzt dieses gemeinsame kulturelle Erbe eine besondere Bedeutung und bildet bis heute eine Grundlage für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Brudervölkern.