Geschäftsbeziehungen zwischen Aserbaidschan und Deutschland werden ausgebaut
Berlin, 14. September, AZERTAC
Der offizielle Besuch des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev im Juli in Deutschland war neben dem politischen Dialog auch für den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ein wichtiger Wendepunkt. Im Rahmen des Besuchs wurden eine Gemeinsame Erklärung zur strategischen Agenda für die bilaterale Partnerschaft unterzeichnet und der Aserbaidschanisch-Deutsche Wirtschaftsrat gegründet. Damit wurden die institutionellen Grundlagen der wirtschaftlichen Partnerschaft weiter gestärkt und neue Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Geschäftskreisen beider Länder geschaffen.
Das entstandene günstige Kooperationsumfeld steht auch im Fokus führender deutscher Wirtschaftsorganisationen. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), einer der einflussreichsten Unternehmerverbände Deutschlands, hat seine Aktivitäten zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit Aserbaidschan ausgeweitet. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „Edel Tower Pharma GmbH“ hat der Verband damit begonnen, seine offizielle Vertretung in Aserbaidschan aufzubauen.
Der Geschäftsführer des Unternehmens sowie Leiter der BVMW-Vertretung in Aserbaidschan und zugleich Leiter der Vertretung des Nationalen Verbands der Unternehmer- (Arbeitgeber-) Organisationen der Republik Aserbaidschan (ASK) in Deutschland, Elnur Huseynov, sagte in einem Interview mit AZERTAC, das Hauptziel der Vertretung bestehe darin, die direkte Zusammenarbeit zwischen den Geschäftskreisen Deutschlands und Aserbaidschans zu fördern, Investitionsmöglichkeiten auszuweiten und neue Plattformen für Partnerschaften zwischen Unternehmern beider Länder zu schaffen.
„Wir bemühen uns, eine Brücke zwischen aserbaidschanischen und deutschen Unternehmen zu bilden und das bestehende Kooperationspotenzial in konkrete Geschäftsprojekte umzuwandeln. Der deutsche Mittelstand und Aserbaidschan sind Partner, die sich in vielerlei Hinsicht ergänzen: Der deutsche Mittelstand hat viel Erfahrungen auf den Gebieten Technologie, Innovation und Management, während Aserbaidschan durch seine strategische Lage, seine dynamische Wirtschaft und neue Investitionsmöglichkeiten überzeugt. Wir sind davon überzeugt, dass die aufgebauten direkten Kontakte nicht nur zu neuen Verträgen, sondern auch zu langfristigen und für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaften führen werden“, betonte E. Huseynov.
Andreas Jahn, Bundesgeschäftsleiter Außenwirtschaft, BVMW sagte seinerseits folgendermaßen, „Die deutsch-aserbaidschanischen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich 2026 sehr dynamisch und gewinnen zunehmend an strategischer Bedeutung. Aserbaidschan ist für Deutschland längst nicht mehr nur ein wichtiger Energiepartner, sondern wird als Wirtschaftsstandort, Investitionsmarkt und Brücke zwischen Europa und Asien immer interessanter.
Dass wir in diesem Jahr unser Engagement vor Ort mit der Eröffnung eines weiteren BVMW-Büros in Aserbaidschan ausgebaut haben, ist für uns ein klares Signal: Wir sehen großes Potenzial im Land und möchten deutsche und aserbaidschanische Unternehmen noch enger miteinander verbinden. Mit Dr. Elnur Huseynov haben wir dabei einen engagierten und gut vernetzten Repräsentanten vor Ort, mit dem die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert und der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, neue Kontakte und konkrete Geschäftsmöglichkeiten zwischen Unternehmen beider Länder zu schaffen.
Gerade für den deutschen Mittelstand entstehen interessante Chancen – unter anderem in den Bereichen Energie, erneuerbare Energien, Maschinenbau, Infrastruktur, Logistik und Digitalisierung. Die Gründung des Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsrats zeigt zudem, dass beide Länder ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertiefen wollen.
Jetzt kommt es darauf an, aus dem guten politischen Dialog konkrete Projekte und langfristige Geschäftsbeziehungen entstehen zu lassen. Ich bin überzeugt, dass die Kombination aus deutscher Technologie und Mittelstandskompetenz auf der einen und den wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie der strategischen Lage Aserbaidschans auf der anderen Seite großes Potenzial bietet. Wenn wir dieses Potenzial gemeinsam nutzen, kann die Partnerschaft für beide Seiten nachhaltig Mehrwert schaffen.“