Großbrand in spanischer Küstenmetropole Valencia: Tote und Verletzte
Baku, 23. Februar, AZERTAC
Beim Großbrand eines Hochhauses mit Wohnungen in der spanischen Küstenmetropole Valencia sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und 14 Menschen verletzt worden, darunter sechs Feuerwehrleute. Noch sei unklar, ob noch Menschen vermisst würden, sagte Vize-Rettungschef Jorge Suárez Torres in der Nacht zum Freitag. Die Regionalzeitung „Levante“ berichtet von 20 Vermissten.
Das erst wenige Jahre alte Gebäude mit 138 Wohnungen auf 15 Stockwerken stand in kürzester Zeit komplett in Flammen und glich zeitweise einer riesigen Fackel. Nach Angaben der Feuerwehr sei das Feuer in einer Wohnung in einem der unteren Stockwerke ausgebrochen und habe sich über die Fassade auch wegen starker Winde so schnell ausgebreitet.
Zwei Menschen, die von einem Balkon aus um Hilfe riefen, konnten von der Feuerwehr mit einer Drehleiter mit einem Rettungskorb im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht werden, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Um sie herum brannten die Wohnungen schon lichterloh und die Feuerwehr musste den Gebäudeteil mit Löschwasser kühlen.
Ein Experte sagte im Fernsehen, die Fassade habe aus Aluminiumpaneelen bestanden, unter denen eine Schicht aus Dämmstoff angebracht war. Brennende Fassadenteile lösten sich vom Gebäude und stürzten in die Tiefe, wo sie auch am Boden weiter brannten.
16 Löschzüge im Einsatz - Die Behörden ließen vorsorglich ein Feldlazarett in der Nähe des Unglücksorts aufbauen. Zudem wurden Soldaten der militärischen Nothilfe-Einheit UME zum Kampf gegen die Flammen angefordert, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Die UME wird sonst bei großen Waldbränden eingesetzt.
Nach Angaben des Rettungsdienstes waren 16 Löschzüge der Feuerwehr im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Über dem Gebäude stand eine riesige schwarze Rauchwolke.