Islamabad: Vance: Keine Einigung mit dem Iran erzielt
Baku, 12. April, AZERTAC
Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind nach Angaben von US-Vizepräsident Vance vorerst gescheitert. Er sagte vor Journalisten in Islamabad, nach 21-stündigen Gesprächen sei man zu keiner Einigung gekommen. Es habe vom Iran keine feste Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben. Die US-Delegation verlasse nun Islamabad, nachdem sie Teheran ein letztes Angebot unterbreitet habe.
Im iranischen Staatsfernsehen hieß es, unangemessene Forderungen der USA hätten die Verhandlungen zum Scheitern gebracht. Zuvor hatten Staatsmedien noch gemeldet, die Verhandlungen seien unterbrochen worden und würden heute fortgesetzt. In den Berichten wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt.
Pakistan forderte als Vermittler beide Seiten auf, die vereinbarte Feuerpause einzuhalten. Dies sei zwingend erforderlich, sagte Pakistans Außenminister Ishaq Dar. Pakistan werde weiter als Vermittler dienen, um den Dialog zwischen Washington und Teheran zu ermöglichen.
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran hatten gestern begonnen. Die USA wurden von Vance, dem Sondergesandten Witkoff und dem Schwiegersohn von Präsident Trump, Kushner, vertreten. Für den Iran waren unter anderem Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Araghtschi nach Pakistan gereist.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden.