Japan will Kühlwasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik einzuleiten
Baku, 22. August, AZERTAC
Japan will in dieser Woche damit beginnen, aufbereitetes Kühlwasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima ins Meer zu leiten. Das Wasser, das bisher in Tanks lagert, wird gefiltert und mit Meerwasser verdünnt. Die Internationale Atomenergiebehörde geht davon aus, dass die Entsorgung der mehr als 1,3 Millionen Tonnen keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt. Es wird voraussichtlich 30 Jahre dauern, bis das kontaminierte Wasser entsorgt ist.
China und Südkorea haben die Pläne Japans kritisiert, Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifischen Ozean einzuleiten. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, der Ozean sei das gemeinsame Eigentum der gesamten Menschheit, und drohte mit Konsequenzen.
Der Sprecher betonte in Peking, der Ozean sei kein Ort, an dem Japan willkürlich nuklear verseuchtes Wasser entsorgen könne. Die chinesische Regierung werde notwendige Maßnahmen zum Schutz der maritimen Umwelt, für die Lebensmittelsicherheit und die allgemeine Gesundheit ergreifen. Ein Importverbot für Lebensmittel aus bestimmten japanischen Regionen stand schon länger im Raum. Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong gab nun ihrerseits ein Importverbot für Meeresprodukte aus Japan bekannt. Regierungschef Lee nannte die Pläne Japans unverantwortlich.