Kanaren-Insel : Wegen Waldbrand 26 Tausend Menschen in Sicherheit gebracht
Baku, 19. August, AZERTAC
Der Waldbrand im Norden der bei Urlaubern beliebten Kanaren-Insel Teneriffa ist auch am vierten Tag außer Kontrolle. Seit dem frühen Samstagmorgen seien die Bewohner von sechs weiteren Ortschaften aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, teilte der kanarische Regierungschef Fernando Clavijo mit. Die Zahl der Evakuierten erhöhte sich damit nach Angaben des kanarischen Notdienstes auf rund 26.000.
Die Flammen hätten bisher circa 5.000 Hektar Natur erfasst, sagte Clavijo. Das entspricht ungefähr der Fläche von 7.000 Fußballfeldern.
Regierungschef Clavijo: Evakuierungen sind Präventivmaßnahme - Regierungschef Clavijo legte aber Wert auf die Feststellung, bei den neuen Evakuierungen habe es sich um eine Präventivmaßnahme gehandelt. Die Bevölkerung könne beruhigt sein. Man habe die Ausbreitung des Feuers zuletzt weitgehend eindämmen können. Auch die regionale Zivilschutz-Chefin Montserrat Román Casamartina sprach von einer "ziemlich stabilen Lage". Es gebe weiterhin keine Verletzten und keine zerstörten Häuser, erklärte sie.
In Turnhallen von mehreren Orten wurden Notunterkünfte für die Evakuierten eingerichtet, die aber laut Medien nur von wenigen Betroffenen in Anspruch genommen wurden. Die meisten seien bei Freunden oder Angehörigen untergekommen, hieß es.
Ursache des Brandes auf Teneriffa weiter unklar - Die Ursache des nahe der Gemeinde Arafo ausgebrochenen Brandes war weiter unklar. Clavijo sagte, man habe am Samstag Ermittlungen eingeleitet.
Die seit dem späten Dienstagabend im Nordosten der Insel wütenden Flammen wurden am Samstag von mehr als 250 Einsatzkräften bekämpft. Diese wurden von insgesamt 19 Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Die Brandbekämpfung aus der Luft wurde aber auch am Samstag von der starken Rauchentwicklung behindert, hieß es.