Kapazität des Abschnitts der Nord-Süd-Route durch Aserbaidschan verfünffacht
Moskau, 9. Juni, AZERTAC
„Die Kapazität der Grenzkontrollpunkte auf der westlichen Route des Internationalen Nord-Süd-Transportkorridors, der durch Aserbaidschan führt, wurde verfünffacht und erreichte 1.900 Lkw pro Tag“, erklärte der russische Verkehrsminister Andrej Nikitin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS.
Laut ihm stieg das gesamte Frachtaufkommen entlang des Nord-Süd-Korridors in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 um 87 Prozent. Der Minister betonte, dass aufgrund der veränderten geopolitischen Lage der Entwicklung der östlichen und südlichen Routen zusätzlicher Impuls verliehen wurde.
Hinsichtlich der Entwicklung der Infrastruktur des Korridors kündigte Andrej Nikitin an, dass Moskau und Teheran nach Stabilisierung der Lage im Iran mit dem Bau der Bahnstrecke Rascht–Astara beginnen wollen.
Im Rahmen des Nord-Süd-Projekts unterzeichneten Russland und der Iran im Jahr 2023 ein Abkommen über den gemeinsamen Bau eines 160 Kilometer langen Abschnitts der Bahnstrecke Rascht–Astara zwischen dem Iran und Aserbaidschan. Das Projekt soll eine vollständige Eisenbahnverbindung zu den Häfen am Golf ermöglichen.
Der Minister betonte außerdem, dass Russland, Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan einen einheitlichen logistischen Bewertungsansatz anwenden, was bessere Bedingungen für Frachtunternehmen schafft.