Melbourne: Ein Mann fährt mit Auto in eine Gruppe von Fußgängern
Baku, 21. Dezember, AZERTAC
Mitten im Berufsverkehr ist ein Autofahrer in der australischen Großstadt Melbourne in eine Menschenmenge gerast. Mindestens 15 Menschen mussten laut Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht werden. Einige von ihnen seien schwer verletzt - darunter auch ein kleines Kind, hieß es.
Der Fahrer und ein weiterer Mann seien festgenommen worden, teilte die Polizei des Bundesstaates Victoria mit. Nach Einschätzung der Ermittler steuerte der Fahrer den Wagen absichtlich in die Menschenmenge. Es sei von einer "vorsätzlichen Tat" auszugehen. Die Motive des Mannes seien noch unklar.
Augenzeugen berichteten dem Sender Channel Ten, der Fahrer sei nahe dem Bahnhof Flinders Street mit hohem Tempo von etwa hundert Kilometer pro Stunde in die Passanten gerast. Das Fahrzeug sei schließlich gegen einen Poller geprallt, schilderten Beobachter dem Sender Sky News Australia.
Der Geländewagen mit zwei männlichen Insassen soll den Berichten von Passanten zufolge gegen 16.40 Uhr über eine rote Ampel gefahren und in die Passanten gerast sein, als diese gerade den größten Zebrastreifen in Richtung der Bahnstation überquerten. Er habe ganz offensichtlich Menschen treffen wollen, weil er direkt auf die größte Menge zugesteuert sei.
Eine Augenzeugin sagte dem Radiosender 3AW, sie habe Schreie gehört, bevor Menschen in alle Richtungen weggeschleudert worden seien. "Wir haben diesen Lärm gehört, nach links geschaut und dieses weiße Auto gesehen, das einfach alle niedergemäht hat."
Die Polizei des Bundesstaates Victoria forderte Zeugen via Twitter auf, den Ermittlern Bilder von dem Vorfall zu schicken, um sie bei den Untersuchungen zu unterstützten. Die Gegend war zu dem Zeitpunkt des Geschehens nicht nur wegen vieler Pendler voller Menschen. Auch waren viele Leute unterwegs, um letzte Weihnachtseinkäufe zu erledigen.
Der Vorfall ähnelt einem anderen vom Januar, als ein Fahrer in Melbourne in einer Fußgängerzone in Passanten raste. Sechs Menschen starben, 30 wurden verletzt. Dem Fahrer wird sechsfacher Mord vorgeworfen. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei damals aus.