Minenproblem Aserbaidschans bei Treffen in Prag thematisiert
Prag, 4. September, AZERTAC
Bei einem öffentlichen Gespräch mit dem armenischen Präsidenten Wahaqn Chatschaturjan an der CEVRO-Universität in Prag ist das Minenproblem in Aserbaidschan zur Sprache gekommen. Der aserbaidschanische Diaspora-Vertreter Farid Amiraliyev fragte den armenischen Präsidenten, wann vollständige und genaue Karten der verminten Gebiete an Aserbaidschan übergeben würden.
Chatschaturjan erklärte, Armenien habe auf Anfrage bereits die vorhandenen Minenkarten, Informationen und weitere Unterlagen an Aserbaidschan übermittelt. Auch Informationen über rund 4.000 vermisste Aserbaidschaner aus dem Ersten Garabagh-Krieg seien weitergegeben worden. Einen konkreten Zeitpunkt für die Übergabe vollständiger Minenkarten nannte er jedoch nicht.
Amiraliyev betonte, das Ziel seiner Frage sei keine politische Konfrontation gewesen, sondern die internationale Aufmerksamkeit auf die anhaltende Gefahr für das Leben und die Sicherheit der Menschen in Aserbaidschan zu lenken. Chatschaturjan gratulierte ihm nach der Veranstaltung zu der offen angesprochenen Frage. Zugleich äußerte der armenische Präsident die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Minenproblems und eine weitere Festigung des Friedens zwischen beiden Ländern.