NBA: Embiid dominiert: Sixers halten Serie am Leben
Baku, 29. April, AZERTAC
Die Philadelphia 76ers haben ihr drohendes Playoff-Aus mit einem vor allem im vierten Viertel dominanten Auftritt bei den Boston Celtics zunächst abgewendet. Nach dem 113:97 geht die Serie nun für Game 6 zurück nach Philly, wo Boston am Donnerstag erneut das Ticket für die zweite Runde klar machen kann.
Obwohl den Sixers eine Menge Respekt für ihre Leistung gebührt, halfen die Gastgeber im TD Garden kräftig mit: Boston generierte im vierten Viertel mickrige 11 Pünktchen und damit so wenige, wie in keinem anderen Viertel in der gesamten Saison zuvor.
Auf der anderen Seite hatte Joel Embiid im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr von einer Appendektomie erneut sein A-Game dabei und dominierte das Geschehen in der offensiven Zone wie zu seinen besten Zeiten, nur der Dreier wollte überhaupt nicht fallen (0/5).
Am Ende standen für den früheren MVP dennoch 33 Zähler und 8 Assists, womit er Philly in beiden Kategorien anführte. "Wir haben unseren Job gemacht", lobte Embiid im Anschluss. Für Spiel 6 zuhause in Philadelphia hätten er und seine Jungs nun "die Wahl", so der Big Man: "Wenn wir genauso spielen wie heute Abend und alle mitmachen, haben wir eine Chance."
Die Celtics wollen das selbstredend verhindern, brauchen dann aber eine konzentriertere Leistung über die vollen 48 Minuten. Boston legte vor seinen hoffnungsvollen Fans in der heimischen Arena ordentlich los und hatte kurz nach der Pause beim 63:50 bereits alle Trümpfe in der Hand.
Sixers mit klarem Vorteil des Willens - Doch nach und nach schlichen sich immer mehr unmotivierte Abschlüsse und Unsauberkeiten ins Spiel der Hausherren ein, die dem zunehmenden Druck der Sixers nicht gewachsen zu sein schienen. Als Philly mit dem ersten Angriff des Schlussabschnitts erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung ging, war der Widerstand mehr oder weniger komplett dahin - und damit die Luft aus dem Gebäude.
Beste Kelten waren Jayson Tatum (24 Punkte, 13 Rebounds, 3 Steals) und Jaylen Brown, der allerdings für seine 22 Zähler schon 23 Würfe brauchte und damit wunderbar das große Offensiv-Dilemma unterstrich. Bei Philly stach neben Embiid vor allem Tyrese Maxey mit 25 Punkten, 10 Rebounds, 5 Assists und 2 Steals heraus, Quentin Grimes sorgte mit 18 Zählern und starker Defense von der Bank für einen willkommenen Booster.