Nordkorea beendet wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Südkorea
Baku, 8. Februar, AZERTAC
Die Oberste Volksversammlung Nordkoreas hat dafür gestimmt, alle mit Südkorea unterzeichneten Abkommen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufzuheben. Dies berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Gleichzeitig stimmte die Volksversammlung dafür, alle Gesetze abzuschaffen, die bestehende wirtschaftliche Beziehungen mit Seoul regeln.
Der südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol bezeichnete den Wandel in Nordkoreas innerkoreanischer Politik in einem aufgezeichneten Fernsehinterview als „eine außergewöhnliche Veränderung“. Es sei schwer zu verstehen, was dahinterstecke.
Yoon, der eine harte Linie gegenüber Pjöngjang vertritt, sagte, er sei nach wie vor bereit, auf den Norden zuzugehen. Selbst ein Gipfeltreffen mit Kim sei möglich, wenn dies der Wirtschaft Nordkoreas helfen würde.
Kim Jong Un will taktische Atomwaffen entwickeln - In der Region sind die Beziehungen zwischen Südkorea und Nordkorea derzeit sehr angespannt. Das abgeschottete Nordkorea und das demokratische Südkorea befinden sich offiziell immer noch im Kriegszustand. Nach dem Ende des Koreakrieges 1953 wurde ein Waffenstillstandsabkommen besiegelt, einen Friedensvertrag gibt es aber nicht. Die beiden Länder trennt eine 248 Kilometer lange demilitarisierte Zone.
Gegen das weitgehend isolierte Nordkorea wurden wegen dessen Raketen- und Atomprogrammen mehrere internationale Sanktionen verhängt. Dennoch hat das Land gerade in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Waffen getestet.
Kim Jong Un will die Waffenentwicklung ausweiten, darunter auch jene von taktischen Atomwaffen. Die Führung in Pjöngjang rechtfertigt dies mit Vorwürfen gegen Südkorea und die USA, die aus ihrer Sicht die Spannungen mit groß angelegten Manövern eskalieren. Als Reaktion darauf haben Südkorea, Japan und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit verstärkt und gemeinsame Militärübungen abgehalten.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will die Waffenentwicklung ausweiten, darunter auch jene von taktischen Atomwaffen. Die Führung in Pjöngjang rechtfertigt dies mit Vorwürfen gegen Südkorea und die USA, die aus ihrer Sicht die Spannungen mit groß angelegten Manövern eskalieren. Als Reaktion darauf haben Südkorea, Japan und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit verstärkt und gemeinsame Militärübungen abgehalten.