Opfer im Gericht: Sterbliche Überreste des Bruders weiterhin vermisst
Baku, 15. August, AZERTAC
Während der laufenden Verhandlung am Militärgericht in Baku am 15. August gab die Geschädigte Lala Ismayilova zu Protokoll, sie sei im Zuge der Angriffe armenischer Streitkräfte gewaltsam aus dem Bezirk Zangilan vertrieben worden.
Sie gab weiterhin an, ihr Bruder, ein damaliger Polizeibeamter, sei zusammen mit sechs weiteren Kollegen getötet worden und ihre sterblichen Überreste seien bis heute verschwunden.
Eine weitere Geschädigte, Bikakhanim Guliyeva, bezeugte, ihr Vierzimmerhaus im Dorf Orta Yemazli sei während der Besetzung im Jahr 1993 von armenischen Streitkräften niedergebrannt worden. Sie gab an, auch ihr Bruder, Ilham Imamgulu oghlu Guliyev, ebenfalls ein ehemaliger Polizeibeamter, sei zusammen mit dem Bruder von L. Ismayilova ermordet worden.
Auf Fragen des Anwalts des Angeklagten Bako Sahakyan antwortete die Geschädigte, das Feuer auf das Dorf sei aus Richtung des armenischen Bezirks Gafan eröffnet worden.
Die Gerichtsverhandlung gegen armenische Staatsangehörige, denen unter anderem Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord, Aggression, Terrorismus und Verstöße gegen Kriegsgesetze vorgeworfen werden, wird fortgesetzt. Die Anklagepunkte umfassen auch die Finanzierung von Terrorismus, gewaltsame Machtergreifung sowie weitere schwere Straftaten.