Prozess gegen Ruben Vardanyan verschoben
Baku, 30. Dezember, AZERTAC
Die für den 30. Dezember angesetzte Gerichtsverhandlung im Strafverfahren gegen den armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan, der nach Artikeln des Strafgesetzbuches der Republik Aserbaidschan wegen Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen sowie Terrorismus, Terrorismusfinanzierung und weiterer schwerer Straftaten angeklagt ist, wurde verschoben.
Der Grund dafür ist die laufende Beratung durch das Richtergremium unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev, bestehend aus den Richtern Anar Rzayev und Jamal Ramazanov (Ersatzrichterin Gunel Samadova), in einem gesonderten Verfahren gegen 15 armenische Staatsbürger.
Demnach wird die nächste Verhandlung im Fall Ruben Vardanyan nach Abschluss der Beratungen des Richterkollegiums stattfinden.
Dem armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan werden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen, darunter Kriegsverbrechen, Terrorismus und vorsätzliche Tötung. Zu den zentralen Anklagepunkten gehören die Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, Zwangsumsiedlung und Verfolgung von Zivilisten, Entführung und Freiheitsberaubung sowie Folter und Söldnertätigkeit. Darüber hinaus wird ihm die vorsätzliche Tötung in mehreren Fällen sowie versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Anklagen betreffen illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus und dessen Finanzierung, Gründung krimineller und bewaffneter Gruppen sowie illegale Waffen- und Sprengstofflagerung. Auch das Überqueren der aserbaidschanischen Grenze ohne Genehmigung und Handlungen, die die Luftsicherheit gefährden, gehören zu den Vorwürfen.