Sechs Menschen kommen bei Hubschrauberabsturz im Himalaja ums Leben
Baku, 11. Juli, AZERTAC
Ein Hubschrauber mit sechs Menschen an Bord ist über dem Himalaja abgestürzt. Die Leichen der fünf mexikanischen Touristen und ihres nepalesischen Pilots seien in dem Wrack nach dem Absturz in der Nähe des Mount Everest gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Der Flieger der nepalesischen Manang Air sei um 10.04 Uhr Ortszeit vom Surke Airport im Distrikt Solukhumbu in Richtung der Hauptstadt Kathmandu gestartet. Schon kurz darauf - um 10.13 Uhr - sei die Kommunikation mit der Maschine abgebrochen. Die Himalaja-Region ist vor allem bei Bergsteigern beliebt. Derzeit ist Monsunzeit und damit die Hauptsaison für Bergsteiger am Mount Everest vorbei. Warum es zu dem Unglück kam, ist noch nicht geklärt.
Wetter kann schnell umschlagen - In Nepal kommt es immer wieder zu Flugzeugabstürzen. Die Sicherheitsstandards im Luftverkehr des Landes gelten angesichts unzureichender Ausbildung des Personals und mangelhafter Wartung der Maschinen als niedrig.
Die Europäische Union hat daher alle nepalesischen Fluggesellschaften aus ihrem Luftraum verbannt. Hinzu kommt, dass sich in Nepal einige der abgelegensten und schwierigsten Landebahnen befinden. Das Wetter in den Bergen kann schnell umschlagen und gefährliche Flugbedingungen schaffen.
Dieses Jahr stürzte bereits ein größerer Flieger bei einem Inlandsflug ab, 72 Menschen starben. Das Flugzeug war zwischen dem alten und dem neuen Flughafen von Pokhara in Zentralnepal abgestürzt. Das Wrack stand in Flammen.
Im vergangenen Jahr starben alle 22 Passagiere bei dem Absturz eines Flugzeugs der nepalesischen Fluggesellschaft Tara Air auf dem Weg von Pokhara zum Bergsteigerziel Jomsom, darunter zwei Deutsche. Im März 2018 waren beim Absturz einer Maschine der bangladeschischen Fluggesellschaft US-Bangla in der Nähe des internationalen Flughafens der Hauptstadt Kathmandu 51 Menschen ums Leben gekommen.