Skandal um falsche Todesmeldung bei der WM
Baku, 19. Juni, AZERTAC
Aufruhr in Argentinien: Nach einer fatalen Falschmeldung über Lionel Messis Vater Jorge hat sich die Moderatorin Florencia Pena bei der Familie des Superstars öffentlich entschuldigt.
Zuvor hatte sie in einer Sendung des Streamingdienstes "Luzu TV" behauptet, dass Jorge Messi verstorben sei. Die an der Falschinformation beteiligten Mitarbeiter wurden entlassen, teilte der Sender mit, umgehend Konsequenzen gezogen zu haben.
Zudem beendete Pena von sich aus die Zusammenarbeit, hieß es von beiden Seiten.
"Ich bitte die Familie Messi um Verzeihung für diesen schrecklichen Moment, den sie - wie ich mir vorstellen kann - gerade durchleben", schrieb die 51-Jährige bei Instagram.
Die Falschmeldung sei ihr mitten in der Live-Sendung von der Produktion übermittelt worden, so Pena: "Ich schäme mich sehr." Man habe sie gebeten, es zu sagen. "Ich stand unter Schock".
Deutliches Statement nach Spekulationen - Die Familie Messi hatte nach den Gerüchten über den Gesundheitszustand des 68 Jahren alten Jorge Messi eine deutliche Stellungnahme veröffentlicht.
Sohn Lionel, der eine sehr enge Bindung zu seinem Vater hat, hatte nach seinem Dreierpack gegen Algerien von schweren Zeiten gesprochen, die aber nichts mit dem Fußball zu tun hätten.
"Die Familie Messi teilt mit, dass Jorge gesundheitliche Probleme hat. Derzeit steht er unter ärztlicher Beobachtung, erholt sich und zeigt angesichts seines Gesundheitszustands einen positiven Verlauf", schrieb die Familie: "Angesichts der Berichte und Spekulationen, die in den letzten Stunden kursiert sind, möchte die Familie ihr tiefes Unbehagen über den Mangel an Einfühlungsvermögen, Respekt und Skrupeln zum Ausdruck bringen, mit dem einige Personen eine streng private und familiäre Angelegenheit behandelt haben."
Der Chef des Streamingdienstes betonte, "dass mich das, was gerade in der Sendung von Luzu passiert ist, genauso empört wie euch alle; das entspricht weder mir, noch dem, was wir mit unserer Arbeit vermitteln wollen. Ich lehne das voll und ganz ab."