Starkes Beben in Japan und Vanuatu
Baku, 22. September, AZERTAC
Vor der Küste Japans wurde ein Erdbeben der Stärke 5,7 registriert, wie der United States Geological Survey (USGS) berichtete.
Das Epizentrum des Erdbebens lag 483,7 km südöstlich von der Stadt Tateyama mit 50.000 Einwohnern.
Laut Angaben von USGS lag das Beben in einer Tiefe von 10 km unter dem Epizentrum.
Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 12,7 km.
Eine Tsunami-Warnung wurden nicht ausgegeben.
Über Schäden und Menschenverluste wurde zunächst nichts bekannt.
Ein Beben der Stärke 6.0 ereignete sich am Donnerstag, dem 21. September um 23:11 Uhr 41 km westsüdwestlich von Sola, Vanuatu, wie das Deutsche GeoForschungsZentrum in Potsdam (GFZ) berichtete.
Auf der Richter-Skala wird das Beben auf der Stufe 6,0 eingeordnet. Neben dieser Skala gibt es jedoch noch andere Details, die bei der Bewertung des Naturereignisses aufschlussreich sein können. Der Eruptionsursprung des Erdbebens ist zum Beispiel bedeutend für die Einschätzung der Schwere des Bebens. Bei diesem Ereignis wird derzeit von einer Tiefe von 188 Kilometern ausgegangen. Auswirkungen hat dieser Wert unter anderem auch auf die Intensitätswerte des Erdbebens, die zwar von Ort zu Ort aufgrund verschiedener weiterer Faktoren unterschiedlich ist, aber dennoch als Maximum erfasst werden kann. Unterschieden wird hierbei in eine erfahrene und eine geschätzte Intensität. Während erstere durch konkret gemeldete Werte erfasst wird, handelt es sich bei zweiterer um die mit Messinstrumenten geschätzte Intensität. Die Werte selbst orientieren sich dabei ebenso an der Richter-Skala. Für das vorliegende Ereignis wurde als erfahrene Intensität ein Maximum von 4,3 und als geschätzte Intensität ein Maximum von 4,064 gemeldet.
Je mehr seismische Stationen zur Bestimmung des Erdbebenorts verwendet wurden, desto präziser können die Angaben zu einem Beben berechnet werden. Da bei diesem Beben die Zahl durchschnittlich ist, können die aktuellen Erkenntnisse über das Beben im Verhältnis zu anderen Messungen zunächst als durchschnittlich präzise eingestuft werden. Ergänzt wird die Beurteilung der Präzision durch den Abstand, den die benachbarten Stationen zueinander haben. Je kleiner dieser nämlich ist, desto zuverlässiger ist im Allgemeinen die berechnete horizontale Position des Erdbebens. Im vorliegenden Fall ist dieser Abstand relativ gering, weshalb die Positionsbestimmung des Erdbebens als sehr zuverlässig eingeschätzt werden kann.
Die Richter-Skala, die von dem US-amerikanischen Seismologen Charles Francis Richter in den 1930er Jahren entwickelt und eingeführt wurde, ermöglicht Aussagen über die Stärke von Erd- und Seebeben durch die Verwendung der Magnitude, einem Begriff, der aus dem Lateinischen „magnitudo“ (Größe) stammt. Um diese zu bestimmen, braucht man ein Seismogramm, dass sehr präzise die Bodenbewegungen aufzeichnen kann. Der maximale Ausschlag des Messgeräts - die Amplitude - wird mit der Entfernung zwischen Messstation und Erdbebenherd kombiniert und so erhält man die Magnitude des Bebens. Damit die Ausschläge auf dem Seismogramm besser lesbar und einheitlich bestimmbar sind, hat der Seismologe eine logarithmische Skala entwickelt. Ein Erdbeben mit einer Magnitude von 7 ist somit zehnmal stärker als eines der Stärke 6, 100 Mal stärker als eines der Stärke 5 und 1.000 Mal stärker als eines der Stärke 4.
Bevor die Richter-Skala eingeführt wurde, verwendete man zum Messen von Erdbeben andere Skalen, auf die sich die Richter-Werte nicht gut übertragen lassen, weshalb damit auch Erdbeben, die vor ihrer Einführung gemessen wurden, nicht beschrieben werden können. Seit Beginn der Messungen mit dieser Skala gab es jedoch immerhin schon fünf dokumentierte Erdbeben, die die Stärke 9 oder höher erreichten. Diese ereigneten sich in Russland (1952), Chile (1960), Alaska (1964), Indonesien (2004) und Japan (2011). Das Erdbeben, das am 06.02.2023 in der Türkei und in Syrien verheerende Schäden anrichtete, erreichte einen Wert von 7,8 auf der Richter-Skala. Das Beben sorgte für eine enorm hohe Anzahl an Todesopfern, die jedoch aktuell noch nicht endgültig bestimmt werden kann.