Staudamm im Süden Brasiliens: Rund 300 Menschen gelten als vermisst
Baku, 26. Januar, AZERTAC
Nach dem Bruch eines Staudamms im Süden Brasiliens hat eine Schlammlawine offenbar ein Wohngebiet überflutet. Rund 300 Menschen gelten nach Medienangaben als vermisst, Angaben zu Toten gab es zunächst jedoch nicht.
Der Dammbruch soll sich an einer Eisenerzmine in der Gemeinde Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais ereignet haben, berichtete die Zeitung "O Globo" unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr.
Mehrere Menschen seien verletzt, einige mussten mit Helikoptern gerettet werden. Wie groß das überflutete Gebiet war, war zunächst nicht klar. Videos zeigten Menschen beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen.
Der brasilianische Konzern Vale, dem die Eisenerzmine gehört, bestätigte auf Twitter, dass die Schlammlawine auch Verwaltungsgebäude getroffen hatte. Ob Angestellte vermisst seien, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro twitterte unterdessen, dass der Umweltminister auf dem Weg in das Gebiet sei. Auch die drei Minister für Zivilschutz, Entwicklung und Bergbau seien unterwegs.
Bereits im Jahr 2015 hatte sich in der Region ein ähnliches Unglück ereignet. Bei der "Tragödie von Mariana" kam es in einem Eisenerzbergwerk zu einem Dammbruch an einem Rückhaltebecken. 19 Menschen starben.
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