Überschwemmungen in Südkorea: Viele Tote und Vermisste
Baku, 16. Juli, AZERTAC
Nach dreitägigen massiven Regenfällen und Überschwemmungen sind in Südkorea mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie südkoreanische Medien am Samstag berichteten, galten am frühen Abend Ortszeit zudem zehn Menschen als vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen könnte.
Die sintflutartigen Niederschläge lösten in der Nacht auf Samstag zehn Erdrutsche sowie vorübergehende Stromausfälle in 13 Landesteilen aus. Allein im zentral gelegenen Landkreis Goesan mussten mehr als 6000 Einwohner in Sicherheit gebracht werden, nachdem ein örtlicher Staudamm übergelaufen war. In den am heftigsten betroffenen Gegenden seien “ganze Häuser weggefegt“ worden, sagte eine Rettungskraft der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge. Seit drei Tagen gehen heftige Regenfälle über mehreren Städten und Landkreisen nieder.
Und die Lage bleibt angespannt. Der koreanische Wetterdienst warnte vor Starkregen und sagte weitere Niederschläge bis nächsten Mittwoch voraus. Die Wetterbedingungen würden eine “schwerwiegende“ Gefahr darstellen, warnte die Behörde.
Der südkoreanische Regierungschef Han Duck Soo rief die Behörden auf, von Hochwasser und Erdrutschen bedrohte Gebiete präventiv zu evakuieren. Für die Rettungseinsätze forderte er die Unterstützung des Verteidigungsministeriums an.
In ganz Südkorea wurde der reguläre Zugverkehr ab 14 Uhr Ortszeit eingestellt. Lediglich die Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ KTX sollten weiter verkehren, der nationalen Eisenbahn zufolge könnte es allerdings zu Fahrplanänderungen kommen.
In Südkorea herrscht derzeit die sommerliche Regenzeit, während der es regelmäßig zu Überflutungen kommt. Im vergangenen Jahr waren in der Hauptstadt Seoul infolge der stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten mehrere Menschen gestorben. Als Reaktion darauf haben die Behörden der Stadt angekündigt, die Banjiha genannten Untergeschosswohnungen zu verbieten.