US-Präsident Biden zu Besuch in Japan
Baku, 18. Mai, AZERTAC
Einen Tag vor dem G7-Gipfel in Japan sind die ersten Staats- und Regierungschefs eingetroffen. US-Präsident Biden hat vor dem Gipfel-Start die Partnerschaft mit Gastgeber Japan beschworen.
Biden sagte bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Kishida, die USA und Japan stünden für gemeinsame Werte ein. Dazu gehöre die Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung ihres Landes gegen den Angreifer Russland. In Hiroshima halten die sieben führenden demokratischen Industriestaaten von morgen bis Sonntag ihr Gipfeltreffen ab. Themen der Gespräche sind der Krieg Russlands gegen die Ukraine und das Verhältnis zu China sowie Maßnahmen für mehr Klimaschutz und die nukleare Abrüstung.
In Hiroshima ist auch ein Besuch des dortigen Friedensparks geplant. Er erinnert an den Abwurf einer Atombombe durch die US-Luftwaffe am 6. August 1945 über der Stadt. Dabei starben schätzungsweise 70.000 Menschen sofort und ähnlich viele in den folgenden Monaten.
US-Präsident Biden kündigte bereits an, er werde sich nicht für den amerikanischen Atomwaffeneinsatz entschuldigen. Er nehme als einer der G7-Staats- und Regierungschefs an einer Kranzniederlegung und anderen Gedenkveranstaltungen teil, das sei aber kein „bilateraler Moment“, hieß es. Biden ist erst der zweite US-Präsident, der Hiroshima besucht - nach Barack Obama im Mai 2016. Obama hatte damals für eine Welt ohne Atomwaffen geworben.
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) forderte von den G7-Staaten ein klares Bekenntnis zur nuklearen Abrüstung. Ohne konkrete Verpflichtungen wäre das Treffen eine Beleidigung für die Überlebenden des Hiroshima-Attentats, sagte ICAN-Direktor Högsta der Deutschen Presse-Agentur. Das Treffen finde angesichts der Drohung Russlands mit Atomwaffen im Krieg gegen die Ukraine in einer gefährlichen globalen Situation statt.