Ein Vermächtnis der Jahrhunderte –Mausoleum „Diri Baba“ VIDEO
Gobustan, 24. September, AZERTAC
Das Mausoleum „Diri Baba“ ist ein staatlich geschütztes Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Es befindet sich in der Stadt Qobustan/Gobustan, am nordwestlichen Tourismuskorridor Aserbaidschans, einem der wichtigsten Tourismuskorridore des Landes, 1,5 Kilometer von der Fernstraße Baku-Schamachi entfernt.
Den Angaben auf der Inschrift des Mausoleums zufolge wurde das Denkmal im Jahr 1402 (805 nach dem Hidschra-Kalender) im Auftrag von Schirwanschah Ibrahim (1382–1417), dem Herrscher des Staates der Schirwanschahs, errichtet. An den Innenwänden des Mausoleums findet sich die Inschrift „Ustad bin Hadschi“ (Ustad, Sohn von Hadschi).
In diesem Bauwerk befindet sich das Grab eines unbekannten Sufi-Scheichs. Die örtliche Bevölkerung betrachtet es als heilige Pilgerstätte.
Das am historischen Seidenweg gelegene Mausoleum „Diri Baba“ hat über Jahrhunderte hinweg auch die Aufmerksamkeit europäischer Diplomaten und Reisender auf sich gezogen, die die Region Schirwan besuchten. Im 17. Jahrhundert besuchten der Europäer Adam Olearius und der osmanische Reisende Evliya Çelebi sowie Anfang des 18. Jahrhunderts Cornelius de Bruyn das Denkmal. Die von ihnen angefertigten Gravuren sind wertvolle Quellen über das frühere Erscheinungsbild des Bauwerks.

Das Mausoleum „Diri Baba“ gehört zu den seltensten Beispielen der Schirwan-Architekturschule und zählt aufgrund seiner architektonischen Besonderheiten zu den einzigartigen Bauwerken des Kaukasus. Ein Teil des Bauwerks befindet sich in einer durch natürliche Ausmeißelung im Felsen entstandenen Nische.
Die Sufi-Mausoleen auf dem Gebiet Aserbaidschans ziehen sowohl aufgrund ihrer religiösen als auch ihrer architektonischen Bedeutung die Aufmerksamkeit von Touristen auf sich. Heute wird das Mausoleum „Diri Baba“ jährlich von Zehntausenden in- und ausländischen Touristen besucht.