Afghanistan: Zahl der Todesopfer des Erdbebens steigt auf 500
Baku, 8. Oktober, AZERTAC
Bei den Erdbeben im Westen Afghanistans sind mindestens 500 Menschen ums Leben gekommen, wie AZERTAC unter Berufung auf Reuters mitteilte.
Die Erdstöße hätten etwa 13 Dörfer in der Provinz Herat zerstört und Hunderte Menschen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben.
Die Häuser in Herat sind meist aus Lehm gebaut. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird, weil viele Gebiete über Straßen nicht zu erreichen sind.
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatten gestern sieben Erdbeben in kurzer Folge die Gegend erschüttert. Die beiden heftigsten erreichten eine Stärke von 6,3. Ein Epizentrum lag 40 Kilometer nordwestlich der Stadt Herat. Es gab heftige Nachbeben. Die Erschütterungen waren auch im benachbarten Iran zu spüren.
Das UNO-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe teilte in einem vorläufigen Bericht mit, 465 Häuser seien zerstört und 135 beschädigt. Such- und Rettungstrupps seien noch im Einsatz. Die Telefonverbindungen in Herat waren unterbrochen.
Die Weltgesundheitsorganisation schickte zwölf Krankenwagen nach Herat, die Verletzte in Krankenhäuser brachten. Die meisten seien Frauen und Kinder, teilte die WHO auf der Plattform X mit.