Am 3. Juni ist Weltfahrradtag
Baku, 3. Juni, AZERTAC
Im April hat die UN-Generalversammlung den 3. Juni zum Weltfahrradtag erklärt. Damit betonen die Vereinten Nationen die Bedeutung des Fahrrads für die Gesundheit der Menschen, die Lebensqualität in den Städten und das Klima weltweit.
Der ADFC Berlin lädt an diesem Tag zur weltweit größten Fahrrad-Sternfahrt ein, um für das erste fahrradfreundliche Mobilitätsgesetz Deutschlands zu demonstrieren. Bundesweit sieht der ADFC noch viel Nachholbedarf, bis das Fahrrad sein volles Potenzial zur Entlastung der Städte entfalten kann. Er fordert mehr Platz für das Rad und 30 Euro pro Bundesbürger für bessere Radwege und Abstellanlagen.
ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg sagt: „Deutschland steht im Vergleich zu den USA, China, Russland und vielen afrikanischen oder osteuropäischen Ländern beim Radverkehr noch relativ gut da. Aber wir sind weit davon entfernt, ein fahrradfreundliches Land zu sein. Die Überzeugten fahren trotz widriger Infrastruktur - aber die Unentschlossenen haben wir noch nicht gewonnen. Anders als die Niederlande, Dänemark und Flandern hat Deutschland noch nicht damit begonnen, die Städte vom Rad aus neu zu denken. Unser Denken und politisches Handeln ist auf ungesunde Weise immer noch vom Autofahren dominiert. Radfahrende werden auf minimalistische Restflächen oder an den Rand der Fahrbahn gedrängt. So lockt man keine Menschen aus dem Auto auf das Rad, so wird die Verkehrswende nicht funktionieren. Deutschland muss die Fahrrad-Bremse lösen, dem Fahrrad mehr Platz einräumen, dann klappt’s auch mit der Stau-, Stress- und Schadstoffentlastung!“
Das Fahrrad als Mittel zur Reduktion der Emissionen - Das Fahhrad ist ein einfaches, günstiges, sauberes, klimaschonendes, nachhaltiges und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel. Es erlaubt Mobilität ohne schädigende Klimagase, ist geräuscharm und braucht wenig Verkehrsfläche, was der zunehmenden Versiegelung der Böden entgegenwirkt.
Experten schätzen, dass es in Städten möglich wäre, bis zu 30 Prozent der Autofahrten durch Fahrradfahrten zu ersetzen. Dies würde zu einer starken Entlastung der Umwelt und der Stadtbewohner beitragen. Eine im Jahr 2015 vom Institute for Transportation and Development Policy veröffentlichte Studie kommt sogar zu dem Ergebnis, dass bereits ein Anstieg von etwa 20 Prozent des Radverkehrs weltweit "die Kohlendioxidemissionen des städtischen Personenverkehrs im Jahr 2050 um fast 11 Prozent senken könnte."