ANAMA und NATO wollen Zusammenarbeit bei Minenräumung ausbauen
Baku, 1. September, AZERTAC
Bei einem Treffen zwischen dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Aserbaidschanischen Agentur für Minenräumung (ANAMA), Samir Poladov, und einer NATO-Delegation unter Leitung von Eirini Lemos-Maniati, Leiterin der NATO-Abteilung für Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen ist die weitere Zusammenarbeit im Bereich der humanitären Minenräumung erörtert worden.
Im Mittelpunkt standen der aktuelle Stand der Kooperation, die Unterstützung durch internationale Partner sowie der Einsatz neuer Technologien und innovativer Methoden. Besprochen wurden auch laufende Projekte im Rahmen des NATO-Programms „Wissenschaft für Frieden und Sicherheit“ (SPS) sowie weitere geplante Vorhaben zur Modernisierung der Minenräumung.
Poladov informierte die NATO-Delegation über die Aktivitäten von ANAMA und die Arbeit des Ausbildungszentrums in Göygöl. Er verwies zudem auf die anhaltende Gefahr durch Minen: Seit November 2020 wurden nach seinen Angaben 437 aserbaidschanische Bürger durch Minen getötet oder verletzt. Die Minengefahr erschwert die Rückkehr von Binnenvertriebenen und verlangsamt den Wiederaufbau in den befreiten Gebieten.
Die Zusammenarbeit zwischen ANAMA und der NATO soll insbesondere bei der Räumung von Minen und anderen Blindgängern sowie beim Einsatz moderner Technologien und innovativer Verfahren weiterentwickelt werden.