Robert Mobili: Ziel war es, die albanische Kirche als armenische Kirche darzustellen
Gabala, 18. September, AZERTAC
Die Albanisch-Udische Christliche Religionsgemeinschaft Aserbaidschans hat die revanchistische Reaktion Armeniens auf den Besuch von Vertretern des in Aserbaidschan akkreditierten diplomatischen Korps in den befreiten Gebieten scharf verurteilt.
Der Vorsitzende der Religionsgemeinschaft, Robert Mobili, erklärte gegenüber AZERTAC in der Siedlung Nij im Bezirk Gabala, die Verfälschung der albanischen Kirche durch Armenien habe während der Besatzung besonders intensiv stattgefunden. Ihre Wurzeln reichten jedoch bis in die Zarenzeit zurück. Nach der Besetzung des Garabagh hätten die Armenier insbesondere an den Klosterkomplexen Gandzasar und Khudaweng sowie an Agoglan bauliche Veränderungen vorgenommen und Kreuzelemente hinzugefügt.
„Armenien hat versucht, einen großen Teil der albanischen Kirche zu verfälschen. Ziel war es, albanische Kirchen unter dem Namen armenischer Kirchen der Welt zu präsentieren“, sagte Mobili. Auch während der Besatzungszeit zerstörte Moscheen seien Ausdruck dieser Haltung gegenüber dem historischen und religiösen Erbe Aserbaidschans gewesen. Nach der Befreiung der Gebiete restauriere der aserbaidschanische Staat heute sowohl albanische Kirchen als auch Moscheen.
Mobili betonte, Aserbaidschan sei Erbe des kaukasischen Albanien. Dieses habe über einen eigenen Staat und eine unabhängige Kirche verfügt. Die Albanisch-Udische Christliche Religionsgemeinschaft Aserbaidschans sei deren direkter religiöser Erbe. „Wir bemühen uns, diese Wahrheit der Welt zu vermitteln. Die albanische Kirche hat weder mit der georgischen noch mit der russischen oder der armenischen Kirche eine Verbindung“, sagte er.
Die Reaktionen armenischer Geistlicher und Nichtregierungsorganisationen auf den Besuch der Diplomaten in den befreiten Gebieten erklärte Mobili mit dem Versuch, sich das historische und kulturelle Erbe Aserbaidschans anzueignen. Gleichzeitig verwies er auf die Restaurierung verschiedener Kirchen in Aserbaidschan.
Als Beispiel nannte er die Kirche der Heiligen Mutter Maria in Nij, die von der Heydar-Aliyev-Stiftung restauriert worden sei. Auch die Kirche des Heiligen Elisäus und die russisch-orthodoxe Kirche seien restauriert worden. Dies sei ein Ausdruck der religiösen Toleranz Aserbaidschans. Auch ausländische Besucher könnten sich vor Ort selbst ein Bild davon machen.