Anfang des Weges zur Unabhängigkeit
Tag der nationalen Wiedergeburt in Aserbaidschan – 17. November
Baku, 17. November, AZERTAC
Am 17. November begeht Aserbaidschan den Tag der nationalen Wiedergeburt – einen bedeutenden Wendepunkt in der modernen Geschichte des Landes. An diesem Datum erlangte Aserbaidschan im 20. Jahrhundert zum zweiten Mal seine legitime Unabhängigkeit.
Die nationale Befreiungsbewegung, die Ende der 1980er Jahre begann, markierte eine historische Zäsur für das aserbaidschanische Volk. Millionen Menschen erhoben sich damals für die Freiheit ihres Landes, gingen auf die Straßen und protestierten gegen die unbegründeten Gebietsansprüche Armeniens in Bergkarabach sowie gegen die feindselige, pro-armenische Politik der sowjetischen Führung. Zugleich richtete sich dieser Protest gegen Vandalismus und Übergriffe auf Aserbaidschaner in Armenien.
Die ersten großen Kundgebungen fanden am 19. Februar 1988 in Baku statt, als Hunderttausende friedlicher Demonstranten auf dem heutigen Azadlyg-Platz zusammenkamen. Die zunächst territorialbezogenen Forderungen wandelten sich im Laufe der Zeit zu einer klaren Vision eines unabhängigen Staates. Zwischen 1988 und 1989 weitete sich die nationale Bewegung rasch auf das gesamte Land aus.
Am 20. Januar 1990 marschierten sowjetische Truppen in Baku ein, um diese Volksbewegung gewaltsam zu unterdrücken. Bei diesem brutalen Angriff wurden 147 Menschen getötet und rund 700 verletzt; dem aserbaidschanischen Volk wurden schwere materielle und moralische Schäden zugefügt. Die Opfer dieser Tragödie bleiben unvergessen – ihre Erinnerung ist eine nationale Pflicht.
Ziel des Militäreinsatzes war es, den Freiheitswillen der Aserbaidschaner im Keim zu ersticken. Doch selbst dieser blutige Akt des sowjetischen Regimes konnte die Entschlossenheit des Volkes nicht brechen. Aserbaidschan setzte seinen Kampf fort und erlangte schließlich seine volle legitime Unabhängigkeit.
Der Einmarsch sowjetischer Panzer in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar zielte auf friedliche Bürger ab, die gegen die pro-armenische Politik der sowjetischen Führung unter Michail Gorbatschow, gegen die Annexionsbestrebungen Armeniens und gegen die untätige, teils kollaborierende damalige Führung Aserbaidschans protestierten. Diese militärische Operation führte zu einer der schwersten Tragödien des Landes. Während die damaligen aserbaidschanischen Funktionäre versagten und der sowjetischen Linie treu blieben, trat Nationalleader Heydar Aliyev, der damals in Moskau lebte, in der ständigen Vertretung Aserbaidschans entschieden auf. Er verurteilte die blutigen Ereignisse aufs Schärfste und protestierte gegen die unmenschliche Politik des totalitären sowjetischen Regimes – ein erneuter Ausdruck seiner Treue zu seinem Volk.
So begann der historische Weg, der von der nationalen Wiedergeburt zum nationalen Fortschritt führte.