Angeben wird mit dem neuen iPhone 4S schwer
Baku, den 12. Oktober (AZERTAG). Apple hat sein neuestes Smartphone mit einer Sprachsteuerung ausgestattet. Doch vieles scheint das Gerät nicht zu verstehen. Das geht noch besser.
Damit das alles reibungslos funktioniert, steckt im iPhone 4S nun der schnellere A5-Chip, der auch schon im iPad2 arbeitet. Die Prozessorleistung verdoppelt sich dadurch und die Grafik soll bis zu sieben Mal schneller sein. In unserem Test starteten alle installierten Programme zügig. Allerdings stellten wir das auch schon beim Vorgängermodell fest. Die Grafikleistung reizen meist nur wirklich aufwendige Spiele aus, die wohl erst in den kommenden Wochen im Appstore auftauchen.
Apple nennt seine neue Spracherkennung „Siri“, im vergangenen Jahr hat der Konzern ein kleines Unternehmen gleichen Namens gekauft, dass über eine solche Technologie verfügt. Berichten zufolge kombiniert Apple diese Technologie mit der des Anbieters Nuance, eine Bestätigung gibt es dazu aber nicht. Nuance hat mit „Dragon Dictation“ bereits ein kostenloses Programm im AppStore von Apple, das Sprache erstaunlich gut in Schrift umwandeln kann. Die Systeme stützen sich dabei auf die Server der Anbieter, nutzen also das Cloud Computing. Auf diese Weise muss nicht das Handy sondern das Apple-Rechenzentrum die Spracheingaben analysieren.
Siri hat sich im Test als das stärkste Argument für das neue iPhone gezeigt. Wir hatten anfänglich unsere Schwierigkeiten damit. Obwohl das iPhone im Mobilfunknetz und Wlan-Hotspot eingebucht war, meldete Siri einen Fehler: „Beim Verbinden mit dem Netzwerk gibt es Probleme.“ Alle anderen Programme konnten problemlos auf das Internet zugreifen. Erst nachdem wir das iPhone auf die Werkseinstellungen zurückgestellt hatten, funktionierte auch die Spracherkennung. Damit ist auch schon eine große Schwäche von Siri benannt. Spracherkennung und Sprachbefehle funktionieren nur, wenn eine Internetanbindung besteht. Wer in der U-Bahn unterwegs ist, hat möglicherweise Pech. Anders ausgedrückt haben die Mitfahrer Glück und müssen nicht mitanhören, wie iPhone-Nutzer mit ihrem Gerät sprechen. Warum Siri unbedingt eine Internet-Anbindung benötigt, um Anwendungen die Weckfunktion des iPhones zu stellen, erschließt sich nicht.