Areg Kotschinyan: Gesellschaften müssen vom gegenseitigen Friedenswillen überzeugt werden
Gabala, 12. April, AZERTAC
Die Gesellschaften in Armenien und Aserbaidschan müssen nach Ansicht von Areg Kochinyan besser darüber informiert werden, dass auch die jeweils andere Seite Frieden wolle.
Wie AZERTAC berichtet, sagte der Koordinator der Initiative „Friedensbrücke“ dies auf einer Pressekonferenz im Rahmen eines bilateralen Runden Tisches mit Vertretern der Zivilgesellschaften beider Länder in Gabala.
Kotschinyan betonte, dass es in beiden Gesellschaften sowohl Befürworter als auch Gegner des Friedensprozesses gebe. Viele Menschen stünden dem Prozess skeptisch gegenüber, weshalb Aufklärungsarbeit notwendig sei.
Ziel sei es, neue Narrative zu entwickeln, die Zusammenarbeit, wirtschaftliche Vorteile und gemeinsame Zukunftsaussichten hervorheben, ohne dabei die Vergangenheit auszublenden.
Ein zentrales Problem bleibe das mangelnde Vertrauen. Viele Menschen stellten die Frage, ob die jeweils andere Seite tatsächlich Frieden wolle. Daher sei es wichtig zu vermitteln, dass auch auf der Gegenseite Menschen lebten, die keinen Krieg wollten und sich eine friedliche Zukunft für ihre Familien wünschten.