Aserbaidschan arbeitet systematisch an der Identifizierung von Opfern aus Massengräbern
Baku, 31. August, AZERTAC
Aserbaidschan führt nach Angaben des Militärexperten Ramil Mammadli systematische Arbeiten zur Identifizierung von Personen durch, deren sterbliche Überreste in den nach der Befreiung der Gebiete entdeckten Massengräbern gefunden wurden.
Mammadli, Leiter des Zentrums für Verteidigungsstudien am Kaspischen Meer, sagte gegenüber AZERTAC, dass nach dem Ersten und Zweiten Garabagh-Krieg sowie der Anti-Terror-Operation zahlreiche Massengräber entdeckt worden seien. Staatliche Stellen führten Suchaktionen, Exhumierungen, gerichtsmedizinische Untersuchungen und DNA-Analysen durch.
Nach offiziellen Angaben wurden in 32 entdeckten Massengräbern die sterblichen Überreste von 328 Personen identifiziert. Die Überreste von 250 Menschen seien ihren Familien übergeben und bestattet worden. Die Arbeiten würden fortgesetzt.
Nach Angaben des Experten gelten weiterhin 3.682 aserbaidschanische Bürger als vermisst. Er forderte Armenien auf, zur Aufklärung des Schicksals der Vermissten beizutragen, und rief internationale Organisationen zu einer aktiveren Beteiligung an der Suche, Identifizierung und rechtlichen Bewertung der Fälle auf.
Die Aufklärung des Schicksals der Vermissten und die Identifizierung der in Massengräbern gefundenen sterblichen Überreste seien eine wichtige humanitäre Frage im Rahmen der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien, betonte Mammadli.