Aserbaidschan und Usbekistan vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit - KOMMENTAR
Baku, 23. August, AZERTAC
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Usbekistan entwickelt sich zunehmend von Handelsbeziehungen hin zu Investitionen, Industrieproduktion und gemeinsamen Großprojekten. Das erklärte der Wirtschaftsexperte Samir Heydarov gegenüber AZERTAC.
Der bilaterale Handelsumsatz erreichte 2025 795 Millionen US-Dollar und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. In den ersten Monaten dieses Jahres stieg er um 33 Prozent auf 144 Millionen US-Dollar.
Auch der Transitverkehr nimmt zu. 2025 wurden zwischen den beiden Ländern 1,4 Millionen Tonnen Güter transportiert, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Januar-Juni 2026 lag das Volumen bei 675.000 Tonnen, ein Plus von 12,2 Prozent.
Ein wichtiger Motor der Investitionszusammenarbeit ist die Aserbaidschanisch-usbekische Investmentgesellschaft mit einem Kapital von 500 Millionen US-Dollar. Zu den wichtigsten gemeinsamen Projekten gehören die Zusammenarbeit von SOCAR und Uzbekneftegaz bei der Erkundung und Erschließung von sechs Öl- und Gasblöcken in Ustjurt sowie das Tourismus- und Wohnprojekt „Sea Breeze Uzbekistan“ am Charwak-See. Das Investitionsvolumen des Projekts wird schrittweise auf bis zu 5 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Heydarov zufolge stärken zudem der Mittlere Korridor, die Bahnverbindung Baku–Tiflis–Kars und die Zusammenarbeit im Bereich grüner Energie die strategische Verbindung zwischen Zentralasien und dem Südkaukasus.
Damit entwickelt sich die Partnerschaft zwischen Aserbaidschan und Usbekistan zunehmend zu einer strategischen Wirtschaftskooperation in den Bereichen Handel, Investitionen, Produktion, Energie und Logistik.