Baku richtet Treffen des Präsidentenrats des Turkischen Roten Netzwerks aus
Baku, 19. November, AZERTAC
In Baku fand das Treffen des Präsidentenrats des Turkischen Roten Netzwerks der Organisation der Turkstaaten (OTS) statt.
Vor der Veranstaltung besuchten die Teilnehmer das Grab des Nationalleaders Heydar Aliyev in der Ehrenallee, die Allee der Märtyrer, um der Helden zu gedenken, die ihr Leben für die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des Landes hingegeben haben, sowie das Denkmal „Türkisches Märtyrertum“.
In seiner Eröffnungsrede betonte Novruz Aslanov, Präsident des Aserbaidschanischen Roten Halbmonds, dass Aserbaidschan seine Loyalität gegenüber der Turkischen Gemeinschaft nicht mit Worten, sondern mit Taten zeige. Dank der erfolgreichen Politik von Präsident Ilham Aliyev sei Aserbaidschan zu einer der wichtigsten geopolitischen und wirtschaftlichen Säulen der OTS geworden, wie auch der kürzlich abgehaltene Gipfel in Gabala zeige. „Diese praktischen Initiativen stärken unsere kulturellen, wissenschaftlichen und humanitären Beziehungen weiter“, so Aslanov.
Samir Scharifov, aserbaidschanischer stellvertretender Außenminister, erklärte, dass angesichts der geopolitischen Veränderungen in der Region und auf internationaler Ebene die Schaffung von Mechanismen, die auf gemeinsamem strategischem Denken und gemeinsamer Aktivität der OTS basieren, wichtiger denn je sei.
„Das Turkische Rote Netzwerk wurde gegründet, um die humanitäre Solidarität im Rahmen der OTS zu stärken, eine schnelle Reaktion auf Notfälle zu ermöglichen und die Koordination zu gewährleisten. Seit seiner Gründung steht die Tätigkeit des Netzwerks stets im Fokus der OTS. Wir sind der Ansicht, dass sich die Arbeit des Turkischen Roten Netzwerks nicht nur auf die operative Notfallhilfe beschränken sollte, sondern auch als Mittel dienen kann, das humanitäre Engagement der Turkstaaten weltweit zu zeigen“, betonte Scharifov.
Kubanychbek Omuraliev, Generalsekretär der OTS, hob hervor, dass eines der wichtigsten Errungenschaften in diesem Bereich die Schaffung eines Zivilschutzmechanismus sei. Er bezeichnete die heutige Veranstaltung als Wendepunkt für die Förderung der humanitären Zusammenarbeit zwischen den OTS-Staaten.
Fatma Meriç Yılmaz, Präsidentin des Türkischen Roten Halbmonds, unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Schulungen, spezieller Austauschprogramme sowie der Entwicklung von Trainingsmodulen und digitalen Lösungen, die nicht nur das operative Potenzial erhöhen, sondern auch die institutionellen Bindungen weiter stärken würden.
Chingiz Djakipov, Präsident des Kirgisischen Roten Halbmonds, betonte die Bedeutung der Einrichtung der Plattform „Rotes Netzwerk“.
Im weiteren Verlauf des Treffens wurden die abschließenden Aktivitäten für 2025 überprüft und die strategischen Richtungen für 2026 festgelegt.
Im Rahmen des jährlichen Treffens des Präsidentenrats der Mitgliedsnationalgesellschaften des Turkischen Roten Netzwerks der OTS wurde in Baku die Erklärung des Turkischen Roten Netzwerks unterzeichnet.
Das unterzeichnete Dokument bekräftigt die gegenseitige Zusammenarbeit und humanitäre Solidarität zwischen den Nationalgesellschaften der Mitgliedsstaaten.
Die Erklärung sieht die Ausweitung des Austauschs von Informationen und Erfahrungen, die Durchführung gemeinsamer humanitärer Projekte sowie die Stärkung der koordinierten Notfallreaktionsfähigkeit und die weitere Förderung regionaler Solidarität vor.
Das Turkische Rote Netzwerk wurde 2024 in Bischkek gegründet und ist eine regionale humanitäre Plattform, die die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften der Mitgliedsstaaten der OTS zusammenbringt. In diesem Jahr wurde der Vorsitz der Organisation von Kirgisistan auf Aserbaidschan übertragen.