Balligaya: 34 Jahre nach der Tragödie erinnert Aserbaidschan an 24 zivile Opfer
Baku, 28. August, AZERTAC
In Aserbaidschan wird an das Massaker von Balligaya vor 34 Jahren erinnert. In der Nacht vom 27. auf den 28. August 1992 wurden im Gebiet des Dorfes Balligaya im Rayon Goranboy 24 aserbaidschanische Zivilisten getötet, die zuvor aus dem Rayon Latschin vertrieben worden waren. Neun weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Unter den Opfern waren sechs Kinder, darunter ein erst sechs Monate altes Baby. Auch eine 93-jährige Frau wurde getötet. Nach Angaben von AZERTAC waren die Opfer unbewaffnete Zivilisten, darunter Familien, Hirten und Viehzüchter.
Zu den Betroffenen gehört Binnat Mehdiyev, der bei dem Massaker sechs Familienangehörige verlor. Sein Vater, seine Mutter, zwei Brüder, seine Schwester und seine Ehefrau wurden getötet.
„34 Jahre sind vergangen, aber die Gedanken an das, was hätte anders sein können, lassen mich nicht los“, sagte Mehdiyev gegenüber AZERTAC.
Unterlagen, Beweismittel und weitere Materialien zum Massaker von Balligaya werden im Memorialmuseum des Völkermords der Militärstaatsanwaltschaft Aserbaidschans aufbewahrt.