Basel-III-Reformen in Aserbaidschan sollen Verlustpuffer der Banken stärken
Baku, 13. August, AZERTAC
Die Anpassung der Kapitalvorschriften für Banken in Aserbaidschan an Basel III dürfte nach Einschätzung von Fitch Ratings die Fähigkeit der Banken zur Abfederung von Verlusten stärken. Insbesondere höhere kapitalbezogene Puffer sollen die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg verbessern.
Die von der Zentralbank Aserbaidschans im Dezember 2025 im Rahmen der Strategie für die Entwicklung des Finanzsektors 2024–2026 verabschiedeten Änderungen sehen eine vollständige Umsetzung ab Januar 2027 vor.
Für systemrelevante Banken (D-SIBs) führt die Zentralbank einen zusätzlichen Kapitalpuffer von 1 bis 4 Prozent ein, abhängig von der jeweiligen Systemrelevanz der Bank.
Dieser ersetzt die bisher einheitlichen Zuschläge von 1 Prozent für Tier-1-Kapital und 2 Prozent für das Gesamtkapital. Damit werden die Kapitalanforderungen für systemrelevante Banken stärker an deren individueller Bedeutung für das Finanzsystem ausgerichtet.
Nach Einschätzung von Fitch stärkt die Neuregelung die Stabilität des Bankensystems, erhöht jedoch die Komplexität der Kapitalplanung und könnte bei starkem Kreditwachstum den Kapitalbedarf systemrelevanter Banken erhöhen.