Boeing tüftelt an neuer Weltraumkapsel
Baku, den 1. November (AZERTAG). Die Nasa setzt für bemannte Ausflüge in eine niedrige Erdumlaufbahn künftig ganz auf die private Wirtschaft: Nicht nur Boeing arbeitet an einer Kapsel.
Nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära will Boeing eine eigene Raumkapsel mit dem Kürzel CST-100 bauen - in einem der Hangars, die zur Vorbereitung der Raumfähren auf ihre Weltraumflüge genutzt wurden. Ein entsprechender Vertrag mit einer 15-jährigen Laufzeit wurde am Montag unterzeichnet, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die Kapsel soll nach Angaben des Weltraumportals Space.com mit einer Atlas-Rakete ins All befördert werden und sieben Astronauten ins All tragen können.
Mit dem Programm sollen in den nächsten 18 Monaten 140 und bis 2015 dann 550 Arbeitsplätze in einer Region geschaffen werden, in der viele Mitarbeiter des Shuttle-Programms ihren Arbeitsplatz verloren haben. US-Präsident Barack Obama forderte den Kongress auf, die finanziellen Mittel für das Programm „Commercial Crew“ bereitzustellen.
Die Nasa könne sich keinen Stillstand erlauben, erklärte Behördenchef Charles Bolden. „Wir müssen entschlossen diese nächste Generation der Weltraumerforschung anpeilen - und die Arbeitsplätze und Innovation, die sie mit sich bringt.“ Zurzeit ist die Nasa ganz auf russische „Sojus“-Raumschiffe angewiesen. Die Behörde hofft, dass 2016 die ersten kommerziellen Fahrzeuge einsatzbereit sind.
Boeing will wieder verwendbare Raumkapseln für den Personen- und Frachttransport ins All bauen. Der Flugzeugbauer ist eines von mehreren Unternehmen, die an derartigen Raumtransportern zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS arbeiten.