Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Buddhistische Stätte und Chinas Bulldozer

Baku, 30. Juli, AZERTAC

Rund 10.000 Gläubige versammeln sich in dem bedeutenden buddhistischen Zentrum Larung Gar. China will große Teile nun abreißen lassen - offiziell aus Brandschutzgründen. Oder geht es doch um politische Unterdrückung?

Geländewagen fahren die staubige Straße ins Tal hinunter, Arbeiter sind auf den Ladeflächen der Wagen zu sehen. Tausende kleine Hütten säumen die Berge ringsherum. Sie gehören zu Larung Gar, einem bedeutenden Lehrinstitut für tibetischen Buddhismus, in dem zu dieser Zeit mehr als 8000 Mönche, Nonnen und Schüler leben. Als die Arbeiter aussteigen, haben sie ihre Werkzeuge schon geschultert. Flankiert von Polizisten beginnen sie damit, die Wände der kleinen Holzhäuser einzureißen und Dächer abzutragen. Einen Tag später sind an der Stelle nur noch Schutt und Bretter übrig.

Videoaufnahmen davon werden von Menschenrechts-organisationen verbreitet, sie sind auf mehrere Tage im Sommer 2001 datiert. Innerhalb weniger Tage ließ die chinesische Regierung mehr als tausend Hütten abreißen. Offiziell sollten so "Überbevölkerung" und "unhygienische Verhältnisse" beendet werden, so ein Regierungserlass. Doch immer wieder lässt Peking Klöster und buddhistische Institutionen zerstören, in denen es "Brutstätten für antichinesische Aktivitäten" vermutet.

Nun wiederholen sich die Ereignisse in Larung Gar.

Nach dem ersten Teilabbruch hatten sich dort wieder Tausende Bewohner angesiedelt, ihre Zahl wird gegenwärtig auf etwa 10.000 geschätzt - damit ist es eines der größten religiösen Zentren der Welt. Doch Menschenrechtsgruppen wie die International Campaign for Tibet (ICT) berichten, dass Peking wieder Abrisskolonnen in das Tal im äußersten Nordwesten der Provinz Sichuan, östlich der Autonomen Region Tibet, schickt.

In der vergangenen Woche seien Arbeiter an dem Institut eingetroffen, begleitet von Offiziellen der Regierung und Sicherheitskräften, berichtet etwa die Organisation Free Tibet. Sofort hätten sie begonnen, Hütten der Anlage abzureißen. Im Netz kursieren Bilder und ein kurzes Video, welche die Zerstörung belegen sollen.

"Die aktuellen Abrissarbeiten waren in einer Anordnung der Kreisverwaltung angekündigt worden", sagt Kai Müller vom ICT in Deutschland. In der offiziellen Ankündigung ist das Ziel ausgegeben worden, bis Ende September 2017 die Anzahl der Bewohner von Larung Gar zu halbieren. "Allem Anschein nach waren die religiösen Institutionen von Larung Gar nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen." Zudem ist geplant, dass die Regierung an der Verwaltung der buddhistischen Institution maßbeglich beteiligt wird - das bedeutet größere Kontrolle.

Bei Larung Gar handelt es sich um eine besonders bedeutungsvolle Stätte. Das buddhistische Lehrinstitut der "Fünf klassischen Wissenschaften" wurde 1980 von Khenpo Jigme Phuntsok gegründet, der zunächst nur einige Dutzend Schüler um sich versammelte. In kurzer Zeit zogen immer mehr Gläubige in das auf 4000 Meter Höhe gelegene, bis dahin kaum besiedelte Tal, um etwa buddhistische Philosophie und Logik, aber auch Rhetorik zu lernen.

Offiziell garantiert China nach Artikel 36 der Verfassung den Tibetern heute eine "normale" Ausübung ihrer Religion. Die Volksbefreiungsarmee marschierte 1950 in Tibet ein - daraufhin wurde der tibetische Buddhismus systematisch zerstört. Während der Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976 kam es erneut zur Zerstörung von Klöstern und Verfolgung der Gläubigen. Erst nach dem Tod von Mao Zedong entspannte sich die Lage wieder etwas.

Vor allem im Westen des Landes, inklusive Sichuan, kam es in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder zu Protesten gegen die chinesische Herrschaft, besonders die Selbstverbrennung von Tibetern sorgte für weltweites Aufsehen. Seit 2009 haben sich mehr als 140 von ihnen aus Protest angezündet. Die meisten überlebten nicht. Die Tibeter klagen über religiöse Unterdrückung und angesichts des zunehmenden Zuzugs von Han-Chinesen über soziale Marginalisierung in ihrer Heimat.

Peking hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und versichert, die freie Religionsausübung zuzulassen. Verantwortlich für die Proteste machten die Offiziellen den Dalai Lama, der sich seit 1959 im indischen Exil aufhält.

Auch die aktuellen Vorwürfe weist die Regierung von sich. Die "Global Times", ein Ableger der Parteizeitung "Volkszeitung", schreibt, es handele sich bei den Arbeiten in Larung Gar lediglich um Brandschutzmaßnahmen. Durch den Abriss sollten Wege für die Feuerwehr freigehalten werden. Das Blatt zitiert zudem einen Regierungsvertreter, der angibt, die buddhistischen Lehrer selbst versuchten, die Zahl der Bewohner von Larung Gar zu begrenzen.

Menschenrechtler bestreiten diese Darstellung. "Das Vorgehen der Behörden stellt einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in das Recht auf freie Religionsausübung dar", sagt Kai Müller vom ICT. "Sollten tatsächlich bauliche oder infrastrukturelle Eingriffe geboten sein, so müssen diese im Einvernehmen mit den Betroffenen und ohne die willkürliche Zerstörung von Privateigentum erreicht werden."

Westliche Journalisten werden von der Regierung nicht auf das Gelände vorgelassen, die Angaben sind daher kaum zu überprüfen.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Angriff im Asowschen Meer: Zustand verletzter Aserbaidschaner stabil

Weltcup in Baku: Gold für aserbaidschanische Akrobatik-Gymnastinnen

Aserbaidschan präsentiert sich beim Null-Abfall-Forum in Istanbul

Paschinjan: TRIPP-Projekt soll allen Ländern der Region zugutekommen

Kulturtage: Fotoausstellung über Aserbaidschan in Arkadag eröffnet

Umweltkooperation: Botschafter wirbt für Partnerschaft zwischen Nord- und Südeuropa

Forum in Hamburg: Aserbaidschanische Ingenieure beraten über Smart Cities

Tennis: Alexander Zverev will bei French Open ersten Grand-Slam-Titel gewinnen

French Open: Mirra Andrejewa gewinnt Finale gegen Maja Chwalinska

SpaceX schließt Milliarden-Vertrag mit Google

Aserbaidschans U21 besiegt Bahrain deutlich

Aserbaidschan und Moldau bauen Zusammenarbeit im Agrarsektor aus

Chinesische Studenten präsentieren aserbaidschanische Kultur beim Festival „Kulturen der Völker der Welt“

Aserbaidschan und Turkmenistan wollen kulturelle Zusammenarbeit ausbauen

Aserbaidschan beim Zero-Waste-Forum in Istanbul stark vertreten

Außenministerium nennt Zahl der Toten und Verletzten nach Drohnenangriffen im Asowschen Meer

Außenministerium: Konsularische Hilfe für beim Drohnenangriff im Asowschen Meer verletzte aserbaidschanische Staatsbürger wird geleistet

Präsident der Österreichisch-Aserbaidschanischen Handelskammer ausgezeichnet

Russischer Vizeaußenminister: Öffnung von Grenzen ist entscheidend für Verkehrsanbindung im Südkaukasus

Experte: Wasserstoffenergie könnte nächste Phase der Energiepartnerschaft zwischen VAE und Aserbaidschan sein

Aserbaidschan nimmt am Programm „AI Leaders 2026“ in Kasachstan teil

Offizielle: Auto-Festival am Ufer des Kaspischen Meeres stößt auf großes Interesse

In Nachitschewan Getreideernte begonnen

Präsident von Turkmenistan bekräftigt enge Zusammenarbeit mit Aserbaidschan

Festival für Oldtimer und Supersportwagen auf dem Bakuer Boulevard eröffnet

Aserbaidschans Landwirtschaftsminister zu Besuch in der Türkei

Botschafter: Aserbaidschan bekräftigt regionale Zusammenarbeit durch konkrete Maßnahmen

Empfang zum Unabhängigkeitstag Aserbaidschans in Turkmenistan veranstaltet

„Großkaukasus-Biosphärenreservat“ Aserbaidschans in UNESCO-Weltnetzwerk aufgenommen

Ausstellung „Perlen des nationalen Erbes Aserbaidschans“ in Turkmenistan eröffnet

Iran-Spieler erhalten US-Visa für Fußball-Weltmeisterschaft

Deutschlands Fußballerinnen lösen Ticket für WM 2027 in Brasilien

Tennis: Alexander Zverev erreicht Finale der French Open

Aserbaidschanisches Öl wird für 99 Dollar verkauft

Aserbaidschan richtet Weltumwelttag in Baku aus

Erklärung der Kommission der Milli Majlis gegen ausländische Einmischung und hybride Bedrohungen zur gezielten Informationsprovokation von CNN

Minister: Rückgang des Wasserstands des Kaspischen Meeres bleibt eine zentrale umweltpolitische Priorität

Zentralbanken von Aserbaidschan und Ungarn unterzeichnen Absichtserklärung

Im Zoo von Baku zwei Amur-Tigerbabys geboren

Internationaler Tag der Umwelt am 5. Juni

In Baku Gedenken an Märtyrer-Journalisten Maharram Ibrahimov begangen

Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nachgegeben

Aserbaidschanisch-deutscher Wirtschaftsrat könnte gegründet werden

Real-Präsident Pérez plant wohl Mega-Angebot für Olise

Wirtschaft in der Eurozone schrumpft überraschend

Erster Nordkorea-Besuch von Chinas Staatschef Xi seit 2019 angekündigt

Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva gratulierte der aserbaidschanischen Minifußball-Nationalmannschaft

Offizielles Baku erwartet von CNN eine Richtigstellung unbegründeter Behauptungen

Medienentwicklungsagentur: CNN-Bericht über Aserbaidschan ist grobe Informationsmanipulation

Präsident Ilham Aliyev: Saubere Umwelt und Ziel des „grünen Wachstums“ als eine von fünf zentralen nationalen Prioritäten festgelegt

Außenministerium Aserbaidschans veröffentlicht Erklärung zum Drohnenangriff auf Schiffe mit aserbaidschanischen Staatsbürgern im Asowschen Meer

Aktuelle Edelmetallpreise: Gold und Silber

Beim Abspielen der Hymne wird es voll auf dem Platz

Präsident Ilham Aliyev gratuliert Nationalmannschaft zum EM-Titel im Minifußball

Preis von Azeri Light kostet mehr als 100 US-Dollar

Präsident Putin: Am gegenwärtigen außenpolitischen Kurs Jerewans ist nichts Außergewöhnliches

Aserbaidschans Minifußball-Nationalmannschaft zum Europameister gekrönt

Russischer Präsident dankt Präsident Ilham Aliyev für Unterstützung bei Lieferung humanitärer Hilfe in den Iran VIDEO

Russischer Präsident dankt Präsident Ilham Aliyev für Unterstützung bei Lieferung humanitärer Hilfe in den Iran VIDEO

Wladimir Putin: Russland hat stets sehr gute Beziehungen zu Aserbaidschan gehabt und pflegt diese weiterhin VIDEO

Wladimir Putin: Russland hat stets sehr gute Beziehungen zu Aserbaidschan gehabt und pflegt diese weiterhin VIDEO

Estland sieht Potenzial für engere Zusammenarbeit mit Aserbaidschan im Bereich Cybersicherheit

Außenminister Aserbaidschans und Irans führen Telefongespräch

IV. Nationales Forum für Cybersicherheit in Baku abgehalten

Lied und Musikvideo „Wer sagte, man solle nicht an das Glück glauben?“ vorgestellt

Außenminister Bayramov trifft neuen brasilianischen Botschafter in Aserbaidschan

Formel 1: Aston Martin kündigt Newey-Rückkehr an

Russisches Außenministerium spricht sich für Wiederaufnahme kultureller Zusammenarbeit mit Aserbaidschan aus

Weitere Lieferung von Dieselkraftstoff von Aserbaidschan nach Armenien exportiert

Erste Sitzung des belgisch-aserbaidschanischen Forums in Brüssel abgehalten

„Schah Denis“ – 30 Jahre ein Energie-Großprojekt

Älteste Einwohnerin Aserbaidschans im Alter von 136 Jahren gestorben

Fünf Jahre seit dem Tod des Journalisten Maharram Ibrahimov

Aserbaidschan, Ukraine und Moldau vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit

Aserbaidschan präsentiert Tourismuspotenzial in China

Leyla Aliyeva und Arzu Aliyeva besuchen Internatsschule in Baku

Aserbaidschanische Unternehmerinnen sammeln Erfahrungen in Deutschland

EMF EURO 2026: Aserbaidschan trifft im Finale auf Ukraine

Weitere Lieferung nach Armenien über Territorium Aserbaidschans im Transit befördert

Aserbaidschans Premier trifft Teilnehmer der Sitzung des Rates der Zentralbanken der OTS-Länder

Nordkorea: Kim Jong Un will Atomwaffenprogramm ausbauen

FIFA verbietet Mitbringen von Wasserflaschen in WM-Stadien

Fußball-Weltmeisterschaft: Iranisches Team erhält Visa für Mexiko - aber noch nicht für die USA und Kanada

Aserbaidschanische Kulturtage in Turkmenistan beginnen am 5. Juni

WHO warnt: Ebola-Epidemie in der DR Kongo hält an

Edelmetalle: Goldpreis legt zu

Aktueller Ölpreis

Glaubensort, Tourismusziel – „Ashabi-Kahf“ VIDEO

Glaubensort, Tourismusziel – „Ashabi-Kahf“ VIDEO

Ein Ort, an dem Geschichte, Architektur und Kunst aufeinandertreffen VIDEO

Ein Ort, an dem Geschichte, Architektur und Kunst aufeinandertreffen VIDEO

Erdbeben im Kaspischen Meer

Preis von Azeri Light kostet mehr als 104 US-Dollar

Aserbaidschan und Kenia beraten über Ausbau justizieller Zusammenarbeit

Heydar-Aliyev-Stipendiatin: „Musik ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern ein fester Bestandteil meines Lebens“

Neu ernannter britischer Botschafter in Aserbaidschan überreicht Bayramov Kopie seines Beglaubigungsschreibens

GUS-Nachrichtenagenturen tagen in Sankt Petersburg

Aserbaidschanische Parlamentssprecherin führt mehrere Gespräche im Rahmen der Globalen Konferenz der IPU-Parlamentarierinnen

Aserbaidschanische und belarussische Militärjuristen halten Arbeitstreffen ab

Argentinische Botschafterin besucht Aserbaidschanische Sprachenuniversität

Aserbaidschan und Deutschland erörtern Kooperation bei Erdgas und erneuerbaren Energien

16. Sitzung der aserbaidschanisch-belarussischen Regierungskommission in Minsk abgehalten

Samir Scharifov: Handel zwischen Aserbaidschan und Belarus um über 11 Prozent gestiegen

Belarussische Vizepremierministerin nennt zentrale Entwicklungsschwerpunkte der Zusammenarbeit mit Aserbaidschan