Busch- und Waldbrände im US-Bundesstaat Hawaii: Zahl der Toten steigt auf 67
Baku, 12. August, AZERTAC
Die Zahl der Toten nach den verheerenden Busch- und Waldbränden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist auf 67 gestiegen. Das teilte der Bezirk Maui am späten Freitagabend (Ortszeit) mit. Zuletzt lag die Zahl offiziellen Angaben zufolge bei 55. Die Lösch- und Sucharbeiten auf der Insel dauerten den Angaben zufolge weiter an.
Auf Maui und der Nachbarinsel Hawaii waren am Dienstag mehrere Feuer ausgebrochen, die von starken Winden schnell vergrößert wurden. Zahlreiche Menschen werden noch immer vermisst. Unklar ist aber, wie viele Personen etwa in Notunterkünfte geflüchtet sind oder sich anderweitig in Sicherheit gebracht haben könnten. Teilweise waren Menschen ins Meer gesprungen, um vor den Flammen zu flüchten.
Derweil konnten laut Hawaiis Gouverneur erste Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Josh Green warnte aber vor dem Zustand. »Sie werden einen Grad an Zerstörung sehen wie nie zuvor in ihrem Leben«, sagte Green dem Fernsehsender KHON2. Laut CNN sind etwa 1700 Gebäude zerstört.
“Wahrscheinlich größten Naturkatastrophe“ - Maui hat eine Fläche von rund 1900 Quadratkilometern, etwas mehr als zwei Drittel der Größe des Saarlands. In der besonders schlimm von den Bränden betroffenen Stadt Lahaina im Westen der Insel leben knapp 13.000 Menschen. Nach einem Rundgang durch den völlig ausgebrannten Küstenort sprach Gouverneur Green von der “wahrscheinlich größten Naturkatastrophe“ in der Geschichte des US-Bundesstaates Hawaii.
Wie genau es zu den Bränden kam, ob es etwa Brandstiftung war, ist noch unklar. Ein gefährliches Zusammenspiel von drei Faktoren machte die Brände so gefährlich: Wind, niedrige Luftfeuchtigkeit und ausgetrocknete Vegetation. Durch den Klimawandel könnte das Risiko für solche Brände weiter zunehmen.