Continental steckt halbe Milliarde Dollar in neues US-Werk
Baku, den 7. Oktober (AZERTAG). Brasilien, Russland, Indien - und nun South Carolina: Der Autozulieferer Continental setzt die Serie von Millioneninvestitionen in seine weltweiten Standorte fort. Von Mitte 2012 an sollen mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar in den Bau eines neuen Reifenwerks im US-Bundesstaat fließen. Dadurch werden Conti zufolge in der Region um die Stadt Sumter mehr als 1600 Jobs geschaffen.
Der Konzern will mit der Investition von der wachsenden Nachfrage nach Autoreifen profitieren. 2017 sollen in der Fabrik jährlich fast fünf Millionen Reifen hergestellt werden. Vier Jahre später sollen es acht Millionen sein.
Mit der Entscheidung knüpft Conti an frühere Investitionspläne an, wonach die Produktion näher an die boomenden Absatzmärkte in aller Welt rücken soll. In Nord-, Mittel- und Südamerika werde laut dem Konzern allein in diesem Jahr fast eine Milliarde Dollar für die Erweiterung der Kapazitäten bereitgestellt. Die Bauarbeiten in South Carolina sollen 2013 abgeschlossen sein.
In den letzten Monaten hatte Continental zahlreiche Investitionen rund um den Globus angekündigt: Im Mai gab das Unternehmen bekannt, 224 Millionen Dollar in den Ausbau des Werks Mount Vernon im US-Bundesstaat Illinois zu stecken. Auch im brasilianischen Camaçari, im russischen Kaluga und in Indien wird die Produktion von Reifen und Fahrzeugelektronik aufgestockt. In China eröffnete der Konzern Ende Mai zudem sein erstes Reifenwerk in dem Land.
An der Börse wurde die Ankündigung des Autozulieferers positiv bewertet. Die Continental-Aktien standen am späten Vormittag mit mehr als drei Prozent im Plus. Die Anleger bestärken damit die Conti-Führung in ihrer Überzeugung, dass vorerst nicht mit einer weltweiten Rezession zu rechnen sei. Im laufenden Jahr will das Unternehmen den Umsatz um mindestens zehn Prozent auf 29,5 Milliarden Euro steigern, die Gewinnmarge soll die Schwelle von zehn Prozent erreichen.