Der Tabakkonsum ist einen Angriff auf die Gesundheit
Baku, den 9. Mai (AZERTAG). Die Geschichte von Tabak und Tabakkonsum reicht weit in die Jahrhunderte zurück - bis hin zu Christoph Kolumbus, der die Pflanze von Amerika nach Europa brachte. Trotz der langen Historie darf nicht vergessen werden, dass Tabakrauch eine Vielzahl giftiger und krebserzeugender Stoffe enhält.
Die Tabakpflanze gehört zu den Nachschattengewächsen. Über 70 Tabakarten sind bekannt, von denen allerdings nur wenige für die industrielle Tabakproduktion von Bedeutung sind. Die Hauptanbaugebiete für Tabak sind China, Brasilien und die USA. Von den sieben Millionen Tonnen Tabak, die in etwa pro Jahr geerntet werden, entfällt bereits ein Drittel auf den größten Produzenten China.
Die Tabakpflanze blickt auf eine lange Historie zurück. Zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie durch Entdecker und Seefahrer wie Christoph Kolumbus aus Amerika mit nach Europa gebracht. Bekannt war der Tabak in Amerika Schätzungen zufolge allerdings schon seit über 5.000 Jahren. Dem Tabak, welchem zu dieser Zeit eine positive medizinische Wirkung zugeschrieben wurde, gelang von diesem Ausgangspunkt ein Siegeszug, der bald die gesamte Welt umspannen sollte.
Der Tabakkonsum ist einen Angriff auf die Gesundheit - für aktive Raucher und Passiv-Raucher. Das erhöhte Krebsrisiko ist hierbei nur eine der vielen Gefahren, denen sich Raucher aussetzen. Mehr als 4.800 Substanzen sorgen dafür, dass selbst das menschliche Erbgut verändert werden kann.
Der Konsum von Tabakprodukten birgt multiple Krankheitsrisiken. Aber was passiert eigentlich genau, wenn der Rauch einer Zigarette eingeatmet wird?
Das in dem Rauch von Zigaretten vorkommende Nikotin gelangt über die Lunge in den Blutkreislauf des Tabakkonsumenten. Eine Zigarette gibt so zwischen 1 und 2 mg des Nikotins an den Raucher ab. Fast augenblicklich nach dem Einatmen hat das Nikotin das Gehirn erreicht und beeinflusst hier bestimmte Vorgänge - wie den Herzschlag und die Bildung von Stresshormonen und Adrenalin. Durch die schnelle Wirkung des Nikotins ist auch eine rasche Abhängigkeit nicht auszuschließen.
Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine der negativen Auswirkungen des Rauchens. Denn neben der Nikotinabhängigkeit werden auch eine Reihe von Krankheiten und Beeinträchtigungen begünstigt, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen. Dazu gehören, um nur einige zu nennen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schädigungen der Atemwege, Verschiedene Krebsarten, Beeinträchtigung des Stoffwechsels.
Bei der Untersuchung von Risikofaktoren, die zu einem frühzeitigen Tod führen können, steht das Rauchen auf dem zweiten Platz, gleich nach einem hohen Blutdruck. Andere Risikofaktoren sind beispielsweise hohe Cholesterin-Werte, Adipositas, eine unausgewogenen Ernährung, körperliche Inaktivität oder Alkoholkonsum.