Enger Vertrauter von Gaddafi landet in Kairo
Baku, den 9. März (AZERTAG). Ein libyscher Regierungsvertreter ist mit einer Nachricht Gaddafis nach Kairo geflogen. Über den Flug gab es viele Spekulationen. Lesen Sie mehr zur Lage im Live-Ticker.
Maschinen der libyschen Luftwaffe überqueren im Tiefflug die Ölstadt Ras Lanuf. Rebellen berichten von Luftangriffen.An Bord des libyschen Fliegers befand sich nach Angaben eines Flughafenangestellten in Kairo der Chef des libyschen Beschaffungsamts. Mitarbeiter der libyschen Botschaft gaben an, Generalmajor Abdul Rahman bin Ali al Saiid al Sawi überbringe eine Botschaft von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi.
An Bord des libyschen Fliegers befand sich nach Angaben eines Flughafenangestellten in Kairo der Chef des libyschen Beschaffungsamts. Mitarbeiter der libyschen Botschaft gaben an, Generalmajor Abdul Rahman bin Ali al Saiid al Sawi überbringe eine Botschaft von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi.
Die UN ermitteln gegen Gaddafis Streitkräfte wegen möglicher Folter. Der UN-Sonderberichterstatter für Folter Juan Mendez bestätigte, dass er entsprechenden Vorwürfen nachgehe, seit Gaddafi mit Gewalt gegen die Proteste in seinem Land vorgeht.
Mendez erklärte in der UN-Vertretung in Genf, es sei schon „sehr gut dokumentiert“, dass Gaddafis Regime in der Vergangenheit mit Folter und illegalen Festnahmen gegen Kritiker vorgegangen sei. Zum genauen Gegenstand seiner jetzigen Ermittlungen wollte er keine Angaben machen. Medienberichten zufolge sollen Soldaten von Gaddafi Menschen mit Krankenwagen aus Krankenhäusern abgeholt und sie dann erschossen haben.
Die Außenminister der Arabischen Liga haben angekündigt, sich am Samstag in zu Kairo treffen, um die Frage einer Flugverbotszone über Libyen zu erörtern. Am Dienstag hatte bereits der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, eine Flugverbotszone gefordert.
Gaddafi hat in einem Telefonat mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou vor einer Intervention in Libyen gewarnt. Jede Einmischung werde Konsequenzen für Sicherheit und Stabilität im Mittelmeer haben, zitierten ihn griechische Medien. Papandreou sagte demnach, das Problem in Libyen müsse schnell gelöst werden, damit es nicht zu einem Bürgerkrieg und einer humanitären Katastrophe kommt. Griechenland pflegte bislang gute Beziehungen zu Libyen.