England erwägt Teilverkauf der RBS an Abu Dhabi
Baku, den 27. März (AZERTAG). Es geht um bis zu einem Drittel des staatlichen Anteils. Großbritannien spricht einem BBC-Bericht zufolge mit Investoren über einen Teilverkauf der Royal Bank of Scotland. Das Geschäft solle sich für die Steuerzahler lohnen - dabei droht bei dem Deal die Hälfte des Kaufwerts verloren zu gehen.
Die britische Regierung will einem Medienbericht zufolge Teile der Royal Bank of Scotland (RBS) an Abu Dhabi verkaufen. Mit dem Staatsfonds des Golfemirats werde darüber schon seit Monaten verhandelt, berichtete der Sender BBC am Montag.
Die Regierung in London wolle das Geschäft bis Weihnachten unter Dach und Fach bringen. Großbritannien gehören 82 Prozent der RBS, seit die Regierung das angeschlagene Institut im Jahr 2008 mit Steuergeldern vor dem Zusammenbruch bewahrt hatte. Dem BBC-Bericht zufolge solle nun bis zu einem Drittel des Anteils verkauft werden. Die RBS lehnte eine Stellungnahme ab.
Das Finanzministerium erklärte am Montag, das Geldhaus solle nur in Privatbesitz zurückgeführt werden, wenn sich das Geschäft für den Steuerzahler lohne. RBS-Aktien werden derzeit zu knapp 28 Pence gehandelt - fast die Hälfte des Preises von 50 Pence, den die Regierung im Schnitt je Anteilsschein bezahlt hat. Damit würden die britischen Steuerzahler bei einem Deal auf dem Niveau des gegenwärtigen Aktienkurses fast die Hälfte verlieren. Abu Dhabi hat während der Finanzkrise Milliarden in das mit RBS konkurrierende Bankhaus Barclays investiert und daraus Gewinn geschlagen.